Weniger Party am Neusiedler Surf Worldcup. Gemeinderat sagt einstimmig „Ja“ zum Event, der nun fünf statt sieben Tage dauert.

Von Pia Reiter. Erstellt am 31. Januar 2018 (06:14)
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Vor der Kulisse der Mole West. Nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates für ein „Ja“ zur Durchführung wurden die Weichen für den zweiten Surf Worldcup im Neusiedler Seebad gestellt. Fotos: Martin Reiter/ Pia Reiter
Martin Reiter/Pia Reiter

Seit Montag Abend steht fest: Die Stadtgemeinde möchte auch 2018 wieder Eventort des Surf Worldcups sein. Der Beschluss des Gemeinderates freut die Veranstalter Gerhard Polak und Georg Kloibhofer: „Es ist super, dass es eine einstimmige Entscheidung ist. Damit ist einmal ein erster Schritt gemacht. Es sind noch Hürden da, wir sind aber optimistisch, diese zu meistern.“

Faktor Wetter. Im Vorjahr hatte die Veranstaltung mit einem Wintereinbruch zu kämpfen. Der Tagesbereich im Seebad war trotzdem gut besucht.
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Laut Polak ist der Wechsel nach Neusiedl am See gut verlaufen, zu kämpfen hatte man aber im Vorjahr mit dem Wintereinbruch vor dem ersten Event-Wochenende: „Die Location konnte so noch nicht ihr volles Potenzial zeigen. Für die Party war das Wetter ein Desaster, so konnte gar kein Festival-Charakter aufkommen.“

Zwei Veranstaltungsorte sind zu teuer

Das Fazit der Veranstalter: Der Tagesbereich ist ok, der Abendbereich kann so nicht mehr stattfinden, denn die Betreuung von zwei verschiedenen Veranstaltungsorten wie dem Partygelände im Betriebsgebiet und dem Tagesbereich im Seebad ist zu teuer und für uns nicht finanzierbar.

Deshalb hat man beschlossen, die Veranstaltung auf ein Wochenende von 26. April (Donnerstag) bis 1. Mai (Dienstag) zu verkürzen. Statt sieben Tage wird der Surf Worldcup nun fünf Tage dauern. Statt Masse setzt man jetzt auf Klasse.

Bei der Premiere. Veranstalter Gerhard Polak und Mike Piechura sowie Surf-Legende Björn Dunkerbeck trafen im Vorjahr in der Mole auf die damaligen Mitglieder des Gemeinderates, auch Bürgermeisterin Elisabeth Böhm und Vizebürgermeister Thomas Halbritter waren damals dabei.
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Auch soll sich alles auf einen Ort, dem Neusiedler Seebad konzentrieren. „Damit verzichten wir auf eine bestimmte Zielgruppe. Wir wollen aber noch mehr in die Qualität für den Tagesbereich investieren. Wir haben uns zum Familienevent entwickelt“, sagt Polak.

Gegen Kofferraumpartys will man rigoros vorgehen

Rigoros vorgehen wollen die Veranstalter deshalb gegen Kofferraumpartys, diese sollen deshalb vom Neusiedler Strandbad ferngehalten werden. Deshalb soll es eine Parkraumbewirtschaftung beim Seebad geben, auch um mehr Möglichkeiten für Kontrollen zu haben.

Weiters soll das Seerestaurant angemietet und dessen Räume genutzt werden. Geplant ist außerdem, den Tageseintritt von neun auf zehn Euro zu erhöhen. Kinder bis zum 13. Geburtstag zahlen keinen Eintritt. Seitens der Stadtgemeinde gibt es für die Veranstaltung keine finanzielle Unterstützung, es werden jedoch 200 Arbeitsstunden zur Verfügung gestellt. „Das ist unserer Meinung nach das richtige Paket für Neusiedl am See“, meint Polak.

Für die Neusiedler soll es, so wie im Vorjahr auch, eine ausführliche Präsentation geben: „Es wird eine Bürgerversammlung geben, sobald wir einen fixen Termin haben, wird dieser bekannt gegeben. Alles sind eingeladen, dort ihre Fragen zu stellen“, so die Veranstalter.