15 Bewerber für Tourismus-Posten. Auf den neuen Chef oder die neue Chefin des Tourismusverbandes warten in der Stadt große Herausforderungen.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 26. September 2018 (10:14)
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Fünfzehn Personen bewarben sich für die ausgeschriebene Stelle des Geschäftsführers für den örtlichen Tourismusverband. Drei davon schafften es in die Endrunde, die am Dieenstag in ein Hearing mündete.

Der Stadtrat und der Vorstand des Tourimusverbandes berieten anschließend, wer von den drei Bewerberinnen und Bewerbern die Nachfolge des bisherigen Geschäftsführers Bernd Szankovich antreten soll. Das Ergebnis stand bis zum Redaktionsschluss noch nicht fest.

Innovative Ideen gefordert

Eines ist allerdings klar: Die zukünftige Geschäftsführerin oder der zukünftige Geschäftsführer muss innovative Ideen mitbringen, um dem Stadttourismus wieder einen Schub nach vorne zu verpassen.

Die Tourismusstatistik zeigt einen stetigen Rückgang der Übernachtungen in der Stadt. Vergleicht man etwa die Juli-Zahlen der vergangenen Jahre, so gab es von 2011 bis 2017 einen Rückgang um rund 4.400 Nächtigungen. Der heiße Juli 2018 lässt laut vorläufiger Zahlen von Statistik Burgenland die Kurve mit einem Plus von 5,6 Prozent wieder nach oben schauen.

Mitverantwortlich für den Nächtigungsrückgang der vergangenen Jahre war freilich die Schließung der Beauty Vital Residenz von Helga Dolezal, die aufgrund einer Insolvenz im Jänner 2014 schließen musste. Der Rückgang der Betten ist eines der größten Probleme in der Stadt und neue Projekte wollen nicht so richtig über die Startlinie hinaus kommen.

Strategien für den Sommer erarbeiten

„Herausforderungen gibt es genug, deshalb soll die neue Geschäftsführerin oder der neue Geschäftsführer so bald wie möglich voll durchstarten können. Denn Strategien für den Sommer müssen im Winter erarbeitet werden“, betont Renate Königshofer, Obfrau des Neusiedler Tourismusverbandes.

Sie hat gemeinsam mit ihren Vorstandsmitgliedern die Vorauswahl aus dem Bewerberpool getroffen. Es hätten sich Bewerber aus den unterschiedlichsten Branchen und Regionen sowie aus verschiedenen Altersgruppen gemeldet. Selbst Personen aus den Grenzregionen der Nachbarländer seien dabei gewesen.

Worauf bei der Vorauswahl der Bewerber nun geachtet worden ist? „Für uns war es wichtig, dass die Personen aus der Region kommen. Es ist einfacher, wenn die Menschen und Vereine, mit denen man zusammenarbeiten soll, bekannt sind“, glaubt Königshofer. Überlegungen, dass ein Blick von „außen“ Vorteile mitbringen könne, seien im Vorstand allerdings diskutiert worden. Für Leute, die keinen Bezug zur Region haben, sei es in dieser Position aber schwieriger, Fuß zu fassen.