Böhm: "Hätte uns vor fünf Jahren keiner zugetraut“

SPÖ holt weiter auf und trennt von ÖVP nun 115 Stimmen und sieht ihr Wahlziel, die Stichwahl, erreicht.

Pia Reiter
Pia Reiter Erstellt am 04. Oktober 2017 | 11:24
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Zuversichtlich. Für die Stichwahl wollen Elisabeth Böhm (Mitte) und das SPÖ-Team (von links nach rechts) Heinz Zitz, Andreas Königshofer, Beata Sämann-Takacs, Isabell Lichtenberger, Andreas Wenth, Alexander Süss, Gerda Kappel, Franz Schneider und Norbert Kappel noch einmal alles geben und den Bürgermeistersessel holen.
Foto: Pia Reiter

„Was wir uns vorgenommen haben, ist aufgegangen. Wir sind in die Stichwahl gekommen und wollen jetzt alles daran setzen, in der Stichwahl mehr als 50 Prozent zu erreichen“, resümiert SPÖ-Spitzenkandidatin Elisabeth Böhm. Für die nächsten vier Wochen erwartet sie deshalb einen „interessanten Herbst“ und will sich mit ihrer Fraktion überlegen, wie sie die Neusiedler überzeugen kann, Böhm als Bürgermeisterin zu wählen.

Für die derzeitige Vizebürgermeisterin war das Auszählen der einzelnen Wahlsprengel überaus spannend, schildert sie: „Lange waren wir mit der ÖVP gleichauf, dann wieder vorne und dann war es wieder anders.“

115 Wählerstimmen trennen SPÖ und ÖVP

Nach der Auszählung der abgegebenen Stimmen für den Gemeinderat trennen SPÖ und ÖVP 115 Wählerstimmen. „Wir haben den Abstand weiter verringert. Ob wir uns freuen können oder nicht, entscheidet aber erst die Bürgermeisterwahl“, erklärt Heinz Zitz, der auf SPÖ-Liste auf Platz 2 kandidiert.

Er erwartet, dass es dem Ergebnis nach, nicht einfach wird, Mehrheiten zu suchen. Überrascht hat ihn der Wahlausgang nicht: „Das war so, wie wir es angenommen haben und vorhersehbar. Wir konnten Stimmen dazugewinnen, deshalb sind wir vorerst zufrieden, ist aber kein Ergebnis zum Jubeln“, betont er.

Vier Wochen wollen sie nun alles versuchen, um die Neusiedler davon zu überzeugen, dass die SPÖ „die beste Bürgermeister-Partei ist“, bekräftigen Zitz und Böhm und schildern ihre Gefühlslage am Wahlabend: „Heute sind wir nur müde, aber ganz sicher motiviert. Wir sind so knapp dran. Das hätte uns vor fünf Jahren noch keiner zugetraut.“