Dauerbrenner Krämermarkt: Diskussion über Verlegung. Ortschefin Böhm (SPÖ) pocht auf Rückkehr in die Kalvarienbergstraße. ÖVP und Grüne wollen auch andere Standorte prüfen.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 21. März 2018 (10:46)
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Markttreiben. Noch bieten Marktfahrer ihre Waren auf der Neusiedler Hauptstraße an. Der Markt könnte schon bald verlegt werden.
BVZ

Seit fünfeinhalb Jahren ist der Krämermarkt in der Stadtgemeinde ein heiß diskutiertes Thema.

Damals wurde der Monatsmarkt von der Kalvarienbergstraße in das Zentrum der Stadt verlegt. Die abgesperrte Hauptstraße bedingt jeden ersten Montag im Monat umfangreiche Umleitungen, um ein Verkehrschaos zu vermeiden. Das gelingt nicht immer. Deshalb hat sich ein „Gewöhnungseffekt“ in der Bevölkerung auch nicht eingestellt.

Antrag auf Verlegung

Für Bürgermeisterin Elisabeth Böhm (SPÖ) ist es nun an der Zeit, aktiv zu werden. Sie stellt in der kommenden Gemeinderatssitzung am Donnerstag den Antrag auf Verlegung des Krämermarktes. Und zwar wieder zurück in die Kalvarienbergstraße. Die Fakten würden für sich sprechen.

Sie nennt eine „erhöhte Verkehrsbelastung rund um die Stadt“, „Gefahren im Straßenverkehr“, einen höheren „Arbeitsaufwand und Mehrkosten für die Gemeinde“ und auch „Einbußen der Neusiedler Gewerbetreibenden“ am Markttag. Eine Alternative zum Standort in der Kalvarienbergstraße sieht sie nicht.

Für Vize-Bürgermeister Thomas Halbritter (ÖVP) gibt es diese sehr wohl. Auch für ihn ist die Verlegung des Marktes, die in die Amtszeit seines Parteifreundes Alt-Bürgermeister Kurt Lentsch fiel, sinnvoll geworden: „Die Situation hat sich verändert. Der Verkehr hat stark zugenommen. Es ist gut, wenn der Markt von der Durchzugsstraße wegkommt.“

Halbritter: "Alternative Standorte prüfen"

Halbritter warnt allerdings vor einer Hau-Ruck-Aktion. Die Anrainer in der Kalvarienbergstraße seien bis dato nicht informiert worden. Außerdem müssten alternative Standorte geprüft werden. Dem Antrag der Bürgermeisterin könne die ÖVP-Fraktion deshalb nicht zustimmen. Ein alternativer Standort könnte etwa die Nebenfahrbahn der Hauptstraße, der Anger bis hin zum Öden Haus, sein.

Auch Alexandra Fischbach von den Grünen kann sich eine Verlegung prinzipiell vorstellen. Die Faktenlage sei allerdings zuerst zu prüfen, auch alternative Standorte.

Für Herbert Denk (FPÖ) ist klar, dass der Markt von der Hauptstraße weichen muss: „Die Umleitung führt genau bei der Tabor-Volksschule vorbei. Die Sicherheit der Kinder ist uns wichtig.“ Er plädiert für die Kalvarienbergstraße.