Fix: Markt kommt in die Nebenfahrbahn. Ab 3. September soll der Monatsmarkt in der Nebenfahrbahn am Hauptplatz, der Kirchengasse und am Anger stattfinden.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 27. Juni 2018 (09:16)
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Kein Markt am ersten Schultag. Da wegen des Schulbeginns viel Verkehr befürchtet wird, muss der Monatsmarkt auf einen anderen Termin ausweiche. Statt dem zweiten Monat wird dieser nun am ersten Dienstag stattfinden - eine Premiere.
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Die Diskussion um die Verlegung des Marktes dürfte nun beendet sein. Bei der Gemeinderatssitzung am Montag wurde mehrheitlich eine neue Marktordnung beschlossen. Diese regelt auch den künftigen Standort des Neusiedler Monatsmarktes.

Dem Antrag der ÖVP auf Verlegung des Monatsmarktes in die Nebenfahrbahn der Hauptstraße, der Kirchengasse und des Angers stimmten die beiden Grünen-Gemeinderäte Alexandra Fischbach und Johann Linhart sowie die FPÖ Mandatarin Maria Nakovits zu. Keine Zustimmung gab es von der SPÖ-Fraktion und FP-Gemeinderat Herbert Denk.

Eingebracht wurde der Antrag von Günter Kolar (ÖVP), dem Obmann des Infrastrukturausschusses, der bei der vorangegangenen Gemeinderatssitzung mit der Standortsuche beauftragt wurde. „Eine Sperre der B51 ist nun nicht mehr nötig“, erklärt er.

Die Marktstände sollen in der Nebenfahrbahn mit dem Rücken zur Hauptstraße aufgestellt werden, sodass die Besucher in Ruhe zwischen Ständen und Geschäften bummeln können. Dass der Markt im Zentrum bleibe, sei ein wichtiger Impuls für die Geschäfte in der Stadt. Kolar betont, dass bei einer Befragung ein Großteil der Gewerbetreibenden entlang der Hauptstraße diese Lösung begrüßten. Das bestätigte auch Maria Nakovits (FPÖ), die ebenfalls die Geschäftsleute befragt hatte. Von einer „vernünftigen Lösung“ spricht Alexandra Fischbach (Grüne). Der Durchzugsverkehr werde ermöglicht und das Ortszentrum gestärkt.

Sicherheit: Bedenken von SPÖ und FP-Denk

Kritik kommt von der SPÖ, die eine Befragung der Anrainer des neuen Standortes vermisst. Von Herbert Denk (FPÖ) wird wiederum der Sicherheitsaspekt angesprochen: „Der Verkehr wird nicht weniger. Ich befürchte, dass die Kunden ständig über die Hauptstraße hin und her gehen.“

Ähnliche Bedenken hegt SPÖ-Stadtrat Heinz Zitz und spricht sich „vehement“ gegen den Standort aus: „Von der Bushaltstelle gibt es dann durch die Markstände keinen offenen Zugang zur Nebenfahrbahn. Wenn die Kinder von den Bussen aussteigen, werden sie über die Hauptstraße gehen. Die Straße wird dadurch sehr frequentiert sein. Ich bin schon sehr neugierig, wie das funktioniert.“

ÖVP und Grüne können diese Ängste nicht nachvollziehen. Der Schülerverkehr sei zum Zeitpunkt des Marktes in diesem Gebiet der Stadt sehr gering, heißt es unisono.

Für die Gemeinde gilt es nun, eine Ausschreibung für die Marktfahrer zu machen. Durch den Standortwechsel finden weniger Marktstände Platz. Von etwa 700 Laufmetern wird der Markt auf rund 500 Laufmeter verkürzt.

Durch eine Erhöhung der Standgebühr von 2,50 Euro auf 3 Euro pro Laufmeter soll der finanzielle Verlust für die Gemeinde durch die geringere Anzahl der Marktstände kompensiert werden. Die neue Marktordnung tritt am 1. September in Kraft. Geht alles nach Plan, wird der Monatsmarkt am 4. September (wegen des Schulbeginns an einem Dienstag, statt Montag) bereits am neuen Standort stattfinden.