Grundkauf für neuen Kindergarten wurde beschlossen. Grundsatzbeschluss im Gemeinderat gefasst: Grundstücke für den vierten Kindergarten beim Bahnhof werden erworben.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 25. September 2019 (04:06)
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Daumen hoch. Die Freude über den einstimmigen Beschluss zum Grundankauf für den neuen Kindergarten ist sowohl bei Bürgermeisterin Böhm und Stadträtin Lichtenberger als auch bei den Kindern groß.
BVZ

Der Gemeinderat hat in seiner vergangenen Sitzung einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Bau des vierten Kindergartens gemacht.

Auf Antrag von Bürgermeisterin Elisabeth Böhm (SPÖ) wurde ein einstimmiger Grundsatzbeschluss gefasst, Grundstücke am Ried Oberes Seefeld anzukaufen. Im Baugebiet gegenüber des Bahnhofs wird um 200 Euro pro Quadratmeter eine bis zu 9000 Quadratmeter große Fläche für den neuen Kindergarten und die Kinderkrippe erworben.

„Es freut mich sehr, dass mein Antrag einstimmig angenommen wurde. Dieser Beschluss ist ein wichtiger Schritt für die Realisierung des seit Jahren notwendigen vierten städtischen Kindergartens. Dieser hätte schon vor zehn Jahren errichtet werden müssen, um ausreichend qualitativ hochwertige Betreuungsplätze für unsere Kleinsten zur Verfügung stellen zu können“, deutet Böhm ein Versäumnis der Vorgänger-Regierung unter ÖVP-Bürgermeister Lentsch an.

„Es freut mich sehr, dass mein Antrag einstimmig angenommen wurde"

„Als ÖVP Neusiedl am See ist uns das Wohl unserer Kinder enorm wichtig. Der vierte Kindergarten ist ein Leitprojekt für die zukünftige Entwicklung der Stadt“, kontert ÖVP-Vizebürgermeister Thomas Halbritter und betont in einer Aussendung, die ÖVP fordere bereits seit zwei Jahren den Ankauf eines Grundstücks und den Bau eines neuen Kindergartens beim Bahnhof. Es sei absehbar gewesen, dass mit dem starken Bevölkerungswachstum auch der Bedarf an Kindergarten- und vor allem Kinderkrippenplätzen steigen werde.

Lage beim Bahnhof geprüft

Laut Böhm sei der Standort in Bahnhofsnähe nach Prüfung aller Gegebenheiten für einen vierten städtischen Kindergarten bevorzugt worden. Die Lage sei für einen Kindergarten ideal, so Böhm. Von der Idee, dort einen Bildungscampus samt Volksschule und Musikschule zu errichten, sei man aber wieder abgekommen, wie Stadtrat Heinz Zitz (SPÖ) gegenüber der BVZ erläutert. Für die Schulen bevorzuge man Zentrumsnähe. Das habe eine Machbarkeitsstudie ergeben, bestätigt Böhm.

Wie lautet nun aber der Fahrplan für weitere Schritte, um mit dem Bau des neuen Kindergartens schnell beginnen zu können?

„Seitens unseres Raumplaners wird gemeinsam mit dem jetzigen Eigentümer eine Parzellierung und Verwertung erarbeitet. Danach ist eine Baulandmobilisierungsvereinbarung, in welcher alle Details geregelt sind, vom Gemeinderat zu beschließen“, erläutert die Stadtchefin. Mit diesem Beschluss solle auch die Entscheidung über die weitere Vorgehensweise fallen, wie Ausschreibung, Finanzierung, und Zeitplan.

„Seitens unseres Raumplaners wird gemeinsam mit dem jetzigen Eigentümer eine Parzellierung und Verwertung erarbeitet"

Vize-Bürgermeister Halbritter wünscht sich, dass die Bebauungsrichtlinien für das Parzellierungsgebiet am Seefeld schnell festgelegt werden. „Diese enthalten die Lage der Erschließungsstraßen, die Grünflächen, die Baulinien und die Höhe und Dichte der Bebauung“, präzisiert er.

Sobald die Rahmenbedingungen klar seien, müsse für die Planung des Kindergartens ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden: „Dieser sollte noch heuer gestartet werden, damit der Kindergarten im September 2021 eröffnet werden kann“, meint er.