Immer weniger Betten und Betriebe. Ein massiver Rückgang ist bei den Zimmervermietern merkbar: Heute sind es nur noch halb soviele wie 1995.

Von Pia Reiter. Erstellt am 17. Februar 2018 (05:00)
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Bilanz und Ausblick. Tourismusobfrau Renate Königshofer berichtete bei der Vollversammlung im Weinwerk über die Entwicklung der Bettenanzahl.
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2017 war kein einfaches Jahr für den Stadt-Tourismus: Durch Neuübernahmen und Renovierungsarbeiten sowie einen Ausfall an Festspielgästen gab es weniger Nächtigungen. Thema bei der Vollversammlung des Tourismusverbandes im Weinwerk war auch der Betriebe- und Bettenschwund in der Stadt.

Denn der Nächtigungsrückgang in der Tourismusstatistik hat einen Grund: Seit 1995 sind die Beherbergungsbetriebe von 66 auf 33 gesunken. Waren es damals 48 private und 18 gewerbliche Zimmervermieter, so sind es derzeit 21 private und 12 gewerbliche Betriebe.

Das ist auch an der Zahl der zur Verfügung stehenden Betten merkbar: Waren es 2007 noch mehr als 900, so sind es zehn Jahre später an die 700 Betten. Hierbei ist vor allem die Anzahl der Hotelbetten stark gesunken, die der privaten Zimmervermieter jedoch nur leicht (siehe Grafik unten).

"Bericht der Obfrau" / Neusiedl am See; Fotos: Steve Haider; Grafik: Bischof

Die Ursachen dafür sieht Neusiedls Tourismusobfrau Renate Königshofer in der Altersstruktur der Vermieter: „Viele sperren zu und gehen in Pension, weil sie keine Nachfolger haben, werden die Betten in der Stadt natürlich immer weniger. Deshalb müssen wir zusammenarbeiten und ein Zeichen setzen, dass alle hinter dem Tourismus stehen“, meint sie auch in Richtung Stadtpolitik.

Bereits 2017 wurden seitens des Tourismusverbandes ein Mini-Stadtplan und ein Pocket-Guide (Stadtführer für die Hosentasche) herausgegeben. „Das ist bei unseren Gästen sehr gut angekommen“, weiß Königshofer zu berichten. Für 2018 ist geplant, einen Vermieter-Stammtisch ins Leben zu rufen, wo ein Erfahrungsaustausch untereinander passieren soll.