Projekt „Kindergarten“ kommt in die Gänge. Einstimmig: 10.000 Quadratmeter werden im Ried Obereres Seefeld um rund zwei Millionen Euro angekauft.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 25. Dezember 2019 (04:35)
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Ein vierter Kindergarten mit Kinderkrippe in Neusiedl am See derie angespannte Situation im Bereich Kinderbetreuungsplätze entgegenwirken. Der Kindergarten wird im Bereich Oberer Seefeld gebaut.
Symbolfoto/BilderBox.com

Die Stadtgemeinde kauft ein Grundstück in der Größe von 10.000 Quadratmeter. Das hat der Gemeinderat am Donnerstag einstimmig beschlossen. Rund zwei Millionen Euro werden investiert. Auf etwa 3000 bis 4000 Quadratmeter dieser Fläche soll der vierte Kindergarten gebaut werden. Dem Grundsatzbeschluss auf einen Grundstücksankauf für die notwendige Kinderbetreuungsstätte Ende September folgte nun also die Abstimmung für den tatsächlichen Ankauf im Bereich Oberes Seefeld in Bahnhofsnähe.

ÖVP: „Wofür die große Fläche?“

Der einstimmigen Beschlussfassung ging allerdings eine längere Diskussion voraus. Vor allem für die ÖVP-Fraktion gab es noch einige offene Fragen zu klären. So galt es etwa die Größe des Grundstückes zu hinterfragen: „Für einen Kindergarten werden etwa 3000 bis 4000 Quadratmeter gebraucht, was passiert mit der restlichen Fläche?“, so VP-Gemeinderat Mario Müllner und setzte noch nach: „Kann ausgeschlossen werden, dass dort Siedlungsbauten entstehen?“

Bis dato sei nichts geplant, antwortete Bürgermeisterin Elisabeth Böhm (SPÖ), wollte sich aber nicht festlegen: „Ich würde jetzt gar nichts ausschließen“. SP-Stadtrat Heinz Zitz und Bürgermeisterin Böhm wiesen die Befürchtungen der ÖVP jedoch unisono zurück: „Wenn das Grundstück im Eigentum der Stadt ist, dann muss es ohnehin einen Beschluss des Gemeinderates geben, wenn dort etwas gebaut wird.“ So könne die Stadtgemeinde wenigsten mitentscheiden, was dort passiere. Es sei nicht einfach, in Neusiedl am See ein Grundstück zu bekommen, schon gar nicht um diesen Preis und in Bahnhofslage, erklärte Zitz weiter. Für die Stadtgemeinde könne es nur positiv sein, Grundstücke zu besitzen, etwa für notwendige Grundstücksabtäusche.

Sechs Millionen budgetiert

Gemeindekassier Hermann Keglovits gab im Rahmen der Gemeinderatssitzung eine Kostenschätzung für das gesamte Kindergartenprojekt ab. Budgetiert seien zwei Millionen für den Grundstücksankauf, 400.000 Euro für die Planung und vier Millionen für den Bau. Er betonte, großzügig budgetiert zu haben, „um für eventuelle Mehrkosten gewappnet zu sein“.

Die Kosten für den laufenden Betrieb scheinen im Mittelfristigen Finanzplan auf, der im Rahmen der Gemeinderatssitzung präsentiert wurde: Und zwar ab September 2022.