Projekt "LKW in der Schule" sensibilisiert Kinder. Im praxisorientierten Unterricht lernen Schüler den „toten Winkel“ und die Bedeutung der Transportwirtschaft kennen.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 24. März 2019 (04:33)
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Wie kommen Milch und Schokolade in den Supermarkt, wie die Medikamente in die Apotheke? Und Vorsicht im „toten Winkel“! In spielerischer Art und Weise sollen den Kindern der 3. und 4. Schulstufe die wirtschaftliche Bedeutung des Lkws und der Transportwirtschaft sowie die Gefahren des „toten Winkels“ vermittelt werden. Dies geschieht in einer österreichweit einzigartigen Kooperation zwischen Transportwirtschaft, Wirtschaftskammer und Bildungsdirektion Burgenland.

Die Kick Off-Veranstaltung zu diesem Projekt fand heuer in der Neusiedler Volksschule am Tabor statt. Bildungsdirektor Heinz Zitz betonte vor Medienvertretern die Wichtigkeit des Projekts „Lkw in der Schule“. „Das ist ein Vorzeigeprojekt. Denn es vermittelt einerseits den Kindern eindrucksvoll, wie die Milch in das Marktregal gelangt und sensibilisiert dabei für die ökologischen und ökonomischen Aspekte zum Thema Verkehr. Andererseits ist es aber auch ganz wichtig, dass sie aufmerksam gemacht werden, dass ein Lkw-Fahrer keinen 360 Grad Blickwinkel aus seinem Lkw haben kann. Die Sicherheit steht daher bei diesem Projekt ebenso im Vordergrund.“

In einer Unterrichtsstunde wird mit den Kindern gemeinsam erarbeitet, was es Interessantes rund um den Lkw zu erfahren gibt, und wie unser Leben ohne Lkw aussehen würde. Dazu wird der Film „Kein Leben ohne Lkw“ gezeigt.

In der zweiten Unterrichtsstunde steht ein Lkw vor der Schule zur Verfügung, den die Kinder live erkunden können, und wo der Effekt des „toten Winkels“ vorgeführt wird. Damit soll die Verkehrssicherheit auf dem Schulweg und auf Freizeitwegen erhöht werden.

Interessierte Schulen können sich bei der Wirtschaftskammer Burgenland für das Projekt anmelden.

Wissenswert

• 500 Betriebe der burgenländischen Transportwirtschaft mit 2.900 Beschäftigten versorgen die Bevölkerung mit Waren des täglichen Bedarfs und sichern die Nahversorgung in der Region.

• LKW-Fahrer sind neben Autobuslenkern die einzigen Verkehrsteilnehmer, die alle fünf Jahre eine Schulung von 35 Stunden machen müssen.

• Laut Ludwig Pall (WKO) wurde der Kraftstoffverbrauch von LKWs in den letzten 20 Jahren um ein Drittel verringert, der Schadstoffausstoß um 97 Prozent.