Stadt-Politik: Weichen für Zukunft gestellt

Nach Stichwahl-Ergebnis wurde vor allem in der ÖVP lange beraten, wie es weitergeht. Grüne legen Fokus auf Opposition.

BVZ Redaktion Erstellt am 09. November 2017 | 05:00
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Neues Amt. Elisabeth Böhm (SPÖ) wird diese Woche von Bezirkshauptfrau Birgit Lentsch als Bürgermeisterin angelobt.
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Lange wurde analysiert, diskutiert und beraten: Die ÖVP-Sitzung Montagabend dauerte weitaus länger als erwartet: Fast vier Stunden saß das Team um Thomas Halbritter zusammen, um nach dem Ergebnis der Stichwahl die weitere Vorgangsweise zu beschließen.

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Konstruktiv weiterarbeiten. Thomas Halbritter (ÖVP) möchte als Vizebürgermeister Verantwortung übernehmen.
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„Ich möchte als Vizebürgermeister konstruktiv weiterarbeiten und freue mich schon darauf. Das habe ich immer gesagt und dazu stehe ich auch, ich fühle mich meinen Wählern verpflichtet“, betont Halbritter. Was das ÖVP-Team betrifft, so soll es keine großen Überraschungen geben, soll aber erst in einer Fraktionssitzung besprochen werden.

Elisabeth Böhm (SPÖ), bisherige Vizebürgermeisterin, wird noch diese Woche als Bürgermeisterin von Neusiedl am See durch Bezirkshauptfrau Birgit Lentsch angelobt. Danach kann sie den Gemeinderat zur konstituierenden Sitzung einladen, wo auch die Anzahl der Vizebürgermeister, die Besetzung des Stadtrates und der Ausschüsse, sowie der Kassier, Jugendgemeinderat und die Delegierten etwa zum Wasserleitungs- und Tourismusverband festgelegt werden. Danach ist der Gemeinderat arbeitsfähig.

Grüne: Verantwortung bei ÖVP und SPÖ

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Rolle fixiert. Künftig möchten sich die Grünen mit Alexandra Fischbach auf die Arbeit in der Opposition konzentrieren.
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Auch die Grünen Neusiedl haben die Weichen für ihre künftige Arbeit im Gemeinderat festgelegt: „Aufgrund des Wahlergebnisses werden nach wie vor ausschließlich ÖVP und SPÖ im Stadtrat vertreten sein und müssen damit auch die entsprechende Verantwortung für die Gemeinde übernehmen“, sagt Alexandra Fischbach.

Die Grünen wollen sich auf die Oppositionsrolle und Kontrolle der politischen Arbeit konzentrieren. Dabei werden sie sich laut Fischbach konstruktiv einbringen und gute Ideen und Vorschläge unterstützen: „Egal, von wem sie kommen.“

Auch die Stadtfinanzen und ein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern würden weiterhin im Fokus ihrer Arbeit stehen, betont sie: „Denn die finanzielle Lage ist auch nach Abschluss der Konsolidierung nach wie vor sehr angespannt.“