Stadt-Visionen für 2030 mit Bürgerbeteiligung. Neusiedlerinnen und Neusiedler arbeiten am Stadtentwicklungsplan mit und formulierten ihre Anliegen.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 23. Oktober 2019 (05:28)
Birgit Böhm-Ritter
Bürgermeisterin Elisabeth Böhm und Vizebürgermeister Thomas Halbritter begrüßten Kerstin Arbter und Werner Tschirk, die den Bürgerbeteiligungsprozess anleiten und fachlich begleiten.

Wie soll sich die Stadt bis 2030 weiterentwickeln? Was wünscht sich die Bevölkerung in ihrem Wohnort? Welche Problemfelder der Stadt sollen behandelt werden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 100 interessierte Neusiedlerinnen und Neusiedler bei der Auftaktveranstaltung für die Entwicklung des „Step 2030+“.

Der Stadtenwicklungsplan 2030+ soll in einem breit angelegten Bürgerbeteiligungsprozess entstehen, das wurde vom Gemeinderat beschlossen. Der Startschuss dazu wurde nun vergangenen Mittwoch in der Neuen Mittelschule gegeben. „Damit steht man in Neusiedl am See nun am Beginn eines längeren Planungsprozesses, an dessen Ende ein Plan stehen soll, der ein Zukunftsbild entwirft, wie Neusiedl am See 2030 ausschauen soll“, erklärte Kerstin Arbter. Unter ihrer Anleitung und Moderation erarbeiteten die Teilnehmer in Gruppen die ersten Visionen und Problemfelder.

Input dafür gab Werner Tschirk vom Büro A.I.R. Kommunal- und Regionalplanung GmbH. Das Eisenstädter Planungsbüro wurde von der Stadtgemeinde mit der fachlichen Beratung beauftragt und wird am Ende des Prozesses den Stadtentwicklungsplan 2030+ erstellen. „Dieser soll eine Richtschnur sein, an der planerische Entscheidungen fest gemacht werden sollen“, betonte Tschirk. Dieses Dokument müsse am Ende des Entwicklungsprozesses vom Gemeinderat beschlossen und anschließend von der Landesregierung genehmigt werden.

Aber welche Visionen, welche Problemfelder und welche Wünsche formulierten nun die Teilnehmer? Vor allem die Weiterentwicklung der Freizeitzentren mit Seebad, Hallenbad, Tennishalle und weiteren Sportmöglichkeiten stand im Fokus: Die Attraktivierung des Strandbades mit einem öffentlichen Seezugang war in vielen Kleingruppen ein dominierendes Thema, genauso wie die Belebung des Neusiedler Zentrums. Darüber hinaus wünschen sich die Neusiedler ein durchdachtes Verkehrssystem mit einem verbesserten Radwegenetz vor allem im Zentrum. Weiters soll leistbarer Wohnraum geschaffen werden, aber auf ein kontrolliertes Wachstum der Stadt Rücksicht genommen werden.

Im Rahmen der Bürgerbeteiligungsprozesse sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, an der Entwicklung des „Step 2030“ mitzuarbeiten: Die nächsten Möglichkeiten dazu sind beim Jugend-Workshop am 23. Oktober, im BürgerInnen-Café am 25. November und im BürgerInnen-Gespräch im Frühjahr 2020. Darüber hinaus können Ideen im digitalen Ideen-Postkasten eingebracht werden: www.a-i-r.at/ideenpost/.