Waldorfschule: Ein Neubau muss her

Der Betreiberverein ist auf der Suche nach einem Standort für ein neues Schulgebäude. Container sind Übergangslösung.

Erstellt am 25. Mai 2018 | 05:00
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Waldorfschule Neusiedl
Jahrgangsübergreifender Unterricht. 45 Schüler von der ersten bis zur achten Schulstufe besuchen derzeit die Waldorfschule in Neusiedl am See.
Foto: zVg

Am Samstag lädt die Waldorfschule zu ihrem alljährlichen Familienfest ein: Ein Anlass, bei dem sich Schüler und Waldorfpädagogik der Öffentlichkeit präsentieren dürfen.

Waldorfschule Pannonia
Sprung übers Feuer. Damit endet jedes Schuljahr in der Waldorfschule.
Foto: zVg

Seit die Schule 2016 von Pamhagen nach Neusiedl am See übersiedelte, steigen die Schülerzahlen: Mitbegründer Werner Michlits spricht von einer Verdoppelung. 45 Schüler werden derzeit in Neusiedl unterrichtet, 18 Kinder besuchen den Kindergarten, der erst seit dem Standortwechsel vom Waldorfverein Pannonia betrieben wird.

Die steigenden Zahlen freuen den Betreiberverein, bringen ihn aber auch unter Zugzwang, denn Schule und Kindergarten sind momentan in Containern untergebracht. „Diese sind natürlich eine Übergangslösung, die jedoch im Weiterentwicklungsprozess notwendig und gut war. Seit einigen Monaten gibt es intensive Planungen für den Neubau“, erklärt Michlits im BVZ-Interview.

Der genaue Standort stehe noch nicht fest, werde aber vom jetzigen (neben dem Bauhof; Anm.d.Red.) nicht weit entfernt sein. Es gäbe auch Gespräche mit der Stadtgemeinde über eine mögliche Zusammenarbeit. Um einen Neubau realisieren zu können, ist der Verein intensiv auf der Suche nach „Stiftern und Sponsoren“.

Zukünftig soll es Oberstufe geben

Mit der Übersiedlung in ein „festes Gebäude“ soll der Unterricht um weitere Schulstufen erweitert werden. Derzeit wird die erste bis achte Schulstufe in jahrgangsübergreifenden Klassen unterrichtet, künftig soll es in der Waldorfschule Pannonia auch möglich sein, die Oberstufe zu besuchen. „Hier soll ein duales Ausbildungssystem Lehr-Beruf und Maturaabschluss für Hochschulreife verbinden“, zeigt sich Michlits visionär.

Die Waldorfpädagogik unterscheidet sich von anderen Lehrmethoden vor allem durch ihren Epochenunterricht, den Michlits folgendermaßen beschreibt: „Während der ersten beiden Stunden eines Schulvormittags arbeiten die Schüler über mehrere Wochen intensiv an jeweils einem Fachgebiet. So haben die Schüler zum Beispiel drei Wochen lang jeden Morgen zwei Stunden Mathematik, Geografie, Deutsch, Geschichte oder ein anderes Hauptfach.

Nach einigen Wochen wechselt der Inhalt der Epoche zu einem anderen Thema, sodass die Schüler sich intensiv damit verbinden. Grundfertigkeiten wie Rechnen oder Schreiben festigen die Schüler über den Epochenunterricht hinaus in fortlaufenden Übstunden. Im Anschluss an den Epochenunterricht übernehmen Fachlehrer den Unterricht in Sport, Fremdsprachen, Eurythmie, Religion, Musik und in den handwerklich- künstlerischen Fächern.“