Neusiedler Designerin in der „Löwen-Höhle“. Kimberly Lang hat in der deutschen TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ ihre innovative Modelinie vorgestellt.

Von Paul Haider. Erstellt am 28. September 2018 (16:57)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Smarte Jungunternehmerin. Die Neusiedlerin Kimberly Lang mischt die Modewelt mit ihrer Marke „Trinity“ auf.
Roman Resek

Die 27-jährige Neusiedlerin Kimberly Lang sorgt mit ihrer Marke „Trinity“ für Aufsehen in der Modewelt.

Mit ihren Kreationen, die aufgrund eines innovativen Reisverschlusssystems besonders vielseitig einsetzbar sind, hat sie es sogar ins deutsche Fernsehen geschafft. In der Sendung „Höhle der Löwen“ gilt es, berühmte Unternehmer von einer Geschäftsidee zu überzeugen.

Das ist Kimberly Lang zwar nicht gelungen – keiner der fünf „Löwen“ wollte ihre Marke mit einer Finanzspritze unterstützen. Nichtsdestotrotz hatte der TV-Auftritt auch positive Effekte für „Trinity“: „Der Auftritt war eine Momentaufnahme – zehn Minuten aus über einer Stunde, die gefilmt wurde. Meine Idee und die Möglichkeiten bei Trinity sind aber mehr als eine Momentaufnahme. Was mich aber sehr freut, ist, dass ich seit der Ausstrahlung schon einige Teile verkauft und noch keine einzige Retoure zurückbekommen habe. Ich habe sogar schon ein Dankes-E-Mail von einer Kundin bekommen – sie hat zwei Tage nach der ersten Bestellung gleich noch einmal bestellt. Das ist, wofür ich das tue! Und wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich wahrscheinlich noch mal bei der Sendung teilnehmen“, sagt die selbstbewusste Jungunternehmerin.

Unsichtbares Reisverschluss-System

Das besondere an Kimberly Langs patentierter Erfindung: Das von außen unsichtbare Reisverschluss-System an den Kleidungsstücken bietet vielseitige Kombinationsmöglichkeiten. So kann beispielsweise aus einem augenscheinlichen Einteiler mit einfachen Handgriffen ein komplett anderes Outfit werden.

Überraschenderweise kommt Kimberly Lang aber weder aus der Modewelt, noch war es jemals ihr erklärtes Ziel, Designerin zu werden.

Neben ihren verschiedenen Berufen im Marketing-Bereich (sie hat unter anderem für die Firmen Partylite, Interio und Palmers gearbeitet) hat sie die Marke 2014 unter ihrem Namen gegründet und hobbymäßig Handtaschen designt. Die zündende Idee für „Trinity“ ist Kimberly Lang dann im Vorjahr bei einem Flug nach Deutschland gekommen. Die ersten Skizzen wurden im Flugzeug gezeichnet, und eine Modemarke war geboren. Der Name „Trinity“ (englisch für „Dreifaltigkeit“) steht für die Vielseitigkeit der Kleidungsstücke und reimt sich zudem auf Kimberly, den Namen der Erfinderin.

„Trinity“ ist eine Ein-Frau-Firma

Mittlerweile arbeitet Lang in Vollzeit an ihren Kreationen, ihren Marketing-Job hat sie aufgegeben. Um fast alle Belange bei „Trinity“ kümmert sie sich selbst, sei es der Entwurf der Kleidungsstücke, das Beaufsichtigen der Produktion, die größtenteils in der Türkei stattfindet, der Vertrieb oder das Verfassen von Werbetexten.

Obwohl Kimberly Lang „Trinity“ von null aufgebaut hat, möchte sie nicht für immer daran arbeiten. Der BVZ verrät sie abschließend ihre Zukunftspläne: „Mein großes Ziel ist es, das Konzept irgendwann als Lizenz abzutreten und sie in guten Händen zu sehen, die mehr voranbringen können als ich alleine. Ich war immer bestrebt, in meinen jungen Jahren viel und hart zu arbeiten. Mein Ziel wäre es, irgendwann nur noch aus Spaß zu arbeiten.“