Schaden nach Schilfbrand geringer als befürchtet. Der Schaden nach dem Schilfbrand am Neusiedler See bei Illmitz vor etwas mehr als einer Woche ist geringer ausgefallen als anfänglich befürchtet.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 14. April 2020 (13:58)
Der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel (Symbolbild)
Archiv Nationalpark Neusiedler See

170 bis 180 Hektar Schilf seien abgebrannt, teilte Harald Grabenhofer vom Nationalpark am Dienstag im APA-Gespräch mit. Auf der 700 Hektar großen Fläche, die von dem Brand betroffen war, sei "viel stehen geblieben", betonte er.

Großteils sei Altschilf abgebrannt, bestätigte Grabenhofer einen Bericht des ORF Burgenland. Das sei durchaus verkraftbar, der Zeitpunkt sei allerdings aufgrund der Brutzeit mancher Arten "denkbar ungünstig" gewesen. Auch die Großflächigkeit sei ein Problem. "Es dauert sicher eine Zeit, bis diese Fläche von Insekten wieder besiedelt wird", betonte Grabenhofer. Die Insekten würden die Nahrungsgrundlage für viele Vögel darstellen.

Im Nationalpark habe man bereits mit der Aufarbeitung begonnen. Drohnenaufnahmen wurden erstellt. Letztlich biete der Brand auch Möglichkeiten zu neuen Erkenntnissen in der Forschung, meinte Grabenhofer.