Sturmwarnanlage soll mehr Sicherheit am See garantieren. Die Sturmwarnanlagen am Neusiedler See werden mit Wetterstationen und Webcams ausgerüstet.

Von Paul Haider. Erstellt am 27. September 2019 (03:18)
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Modernisierungspläne vorgestellt. LSZ-Leitstellenleiter Alexander Heller, LSZ Geschäftsführer Christian Spuller, Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz und Stefan Glanz-Michaelis vom Österreichischen Segelverband am Neusiedler Seeufer.
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Die Landessicherheitszentrale (LSZ) hat am Freitag am Seeufer in Neusiedl am See eine Reihe von Modernisierungsmaßnahmen vorgestellt.

Unter anderem steht eine Aufrüstung der Sturmwarnanlagen am Neusiedler See auf dem Programm. Im kommenden Jahr werden diese mit moderner LED-Technologie ausgestattet. Um die Sturmwarnung in Zukunft präziser einsetzen zu können, sollen auch Wetterstationen zur Windmessung direkt vor Ort installiert werden. Derzeit erfolgt die Auslösung der Sturmwarnung auf der Basis von Prognosen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Christian Spuller, Geschäftsführer der LSZ, dazu: „Es gibt derzeit keine Daten von Wetterstationen, die zeigen, wie stark der Wind am Neusiedler See wirklich ist. Derzeit wird die Sturmwarnung anhand von Prognosen aktiviert, die nicht immer mit den tatsächlichen Witterungsverhältnissen übereinstimmen.“

Webcams bei allen Sturmwarnanlagen

Zusätzlich sollen bei allen Sturmwarnanlagen Webcams installiert werden, die unter www.lsz-b.at/sturmwarnung Echtzeit-Bilder vom jeweiligen Standort liefern. „Über die Webcams können sich die Wassersportler auch selbst ein Bild von den Witterungsverhältnissen am See machen“, erklärt Christian Spuller.

In den Erneuerungsprozess der Sturmwarnanlagen ist auch der Segelverband miteingebunden. „Wir überlegen gemeinsam, wie die Sturmanlagen eingestellt werden, dass wir die größtmögliche Sicherheit – sowohl von Freizeit- als auch von Regattaseglern – gewährleisten können und die Segler trotzdem nicht zu früh, beim kleinsten Windstoß, vom See holen“, so Stefan Glanz-Michaelis vom Österreichischen Segelverband.

Auch die Frequenz der Signalwarnung wird im Zuge der Erneuerung der Sturmwarnanlagen überdacht - sie soll in Zukunft noch deutlicher werden. Derzeit werden bei einer Vorwarnung (Windstärke ab sechs Beaufort) 40 Blitze pro Minute, bei einer Sturmwarnung (ab acht Beaufort) 90 Blitze pro Minute abgegeben.

In die Modernisierung der Sturmwarnanlagen werden heuer 400.000 Euro investiert. Das Gesamtbudget der Landessicherheitszentrale liegt bei vier Millionen Euro.