Kiten in Breitenbrunn künftig limitiert?. Kitesurfer befürchten Beschränkung des Seezugangs in Breitenbrunn und möchten dies mit der Gründung eines Klubs regeln. Gespräche mit Esterhazy laufen.

Von Nina Sorger. Erstellt am 11. April 2019 (04:35)
Kitesurf-Gebiet. Das Seebad Breitenbrunn ist ein beliebter Platz zum Kitesurfen. Künftig könnte hier aber öffentliches Kitesurfen den Besitzern von Saisonkarten vorbehalten sein. Verhandlungen laufen.
Westcoast Kiters

Im Zuge der Neuausrichtung des Seebades Breitenbrunn, das mit Anfang des Jahres von der Gemeinde an die Esterhazy Betriebe zurückgegeben wurde, sollen auch die Richtlinien für das Kitesurfen im Breitenbrunner Abschnitt des Neusiedler Sees überarbeitet werden. Dabei könnte es, geht es nach Esterhazy, zu einer Limitierung der Kite-Erlaubnis kommen – dies ist aus Kiterkreisen zu hören.

Ronald Kittag von den „Westcoast Kiters“ bestätigt: „Wir haben bei Esterhazy angefragt, die seit Jahren in Vereinbarung mit der Gemeinde bestehenden Kitesurf-Regeln weiter zu übernehmen. Bei einem Lokalaugenschein ließ man anklingen, dass – nach dem Vorbild von Neusiedl – ab 1. Mai das öffentliche Kiten verboten und möglicherweise der Zugang für Kitesurfer auf 100 bis 120 Saisonkarten limitiert werden könnte. Das wären viel zu wenige.“

Kittag sieht als Lösung dafür die Gründung eines Klubs: „Innerhalb von 72 Stunden wurde von vielen Kitern die Idee, einen Klub zu gründen, angenommen – 450 erklärten sich bereit, im Falle einer Gründung beizutreten.“

Eine Klubgründung würde das Kitesurfen in geregelte Bahnen lenken: „Das Benutzen des Seezuganges zum Kitesurfen wäre dann nur für registrierte Klubmitglieder, die auch wirklich Kitesurfen können, möglich. Der Klub würde dann die Haftung übernehmen. So hätte man eine bessere Kontrolle und würde auch schwarze Schafe, die es überall gibt, reglementieren und aus dem Verkehr ziehen können“, so Kittag: „All das muss aber noch mit Esterhazy ausverhandelt werden. Es gibt hier durchaus Gesprächsbereitschaft.“

 Esterhazy: Gespräche mit allen Beteiligten

 Auch seitens der Esterhazy Betriebe lässt eine Sprecherin wissen: „Es gibt Gespräche mit allen Beteiligten. Natürlich sind gewisse Reglements und Sicherheitsstandards für die Nutzung des Sees wichtig. Noch ist nichts fixiert.“