Manipulation an Fahrtenschreiber. Lenker eines Sattelschleppers wies 450 km Fahrtstrecke als Ruhezeit aus.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 26. November 2018 (09:57)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Weingartner-Foto

Beim Grenzübergang der Ostautobahn A4 bei Nickelsdorf, Bezirk Neusiedl am See, wurde am 25. November 2018 ein deutscher Sattelschlepper von Beamten der Landesverkehrsabteilung Burgenland zu einer Lenker- und Fahrzeugkontrolle angehalten. Im Zuge der Überprüfung entstand der Verdacht, dass der 60-jährige deutsche Lenker des Fahrzeuges am Fahrtenschreiber Manipulationen vorgenommen hätte.

Die Erhebungen der Polizeibeamten ergaben, dass der Lenker auf der aktuellen Tour von der Türkei nach Österreich mindestens 450 km fuhr, wobei anstatt der Lenkzeit eine Ruhezeit aufgezeichnet worden war. Im Zuge einer Personendurchsuchung wurden beim Lenker in dessen Kleidung vier Magneten vorgefunden, welche offensichtlich zur Manipulation des Fahrtenschreibers verwendet wurden, der Impulsgeber des Aufzeichnungsgerätes wies ebenfalls entsprechende Abriebspuren auf.

Der Lenker wurde sowohl wegen des Verdachts der Fälschung öffentlicher Beglaubigungszeichen als auch  aufgrund der begangenen Verwaltungsübertretungen angezeigt.