Aspenwald soll Schutzzone werden

Insgesamt 300 Hektar sollen zum Schutzgebiet umgewidmet werden.

Erstellt am 30. Oktober 2021 | 05:26
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Foto: zVg

Der Aspenwald, der sowohl in Nickelsdorf als auch in Zurndorf liegt, soll in Zukunft als Natura 2000-Schutzzone ausgewiesen werden. Aus diesem Grund wurde Ende September zu einer Informationsveranstaltung im Kultursaal der Gemeinde Nickelsdorf geladen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde über die rechtliche Auswirkung des Schutzstatus sowie den aktuellen Waldbestand aus forstlicher Sicht referiert.

„Der Anstoß für das Projekt kam von der EU. Diese hat festgestellt, dass der Aspenwald schutzwürdige Pflanzen und Tiere beheimatet“, erklärt der Zurndorfer Gemeindevorstand und Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Burgenland Werner Falb-Meixner.

„Der Wald wäre naturmäßig so interessant, dass er ausgewiesen werden sollte.“ Das Land Burgenland sei bereits im Vorjahr an Falb-Meixner herangetreten. Aufgrund der Corona-Pandemie verzögerte sich aber das Vorhaben.

Gemeinderatsbeschluss notwendig

„Für eine erfolgreiche Ausweisung benötigt es noch die Gemeinderatsbeschlüsse in den jeweiligen Gemeinden. Außerdem steht am Ende des Tages noch eine Verordnung der Landesregierung an“, führt Falb-Meixner aus. Man hoffe, bis Ende des Jahres die Thematik im Gemeinderat aufzugreifen und einen Beschluss zu fassen. Das Areal, welches zum Natura 2000-Schutzgebiet umgewidmet werden soll, habe eine Fläche von ungefähr 300 Hektar.

Doch es gibt auch Skeptiker. Bürgermeister Gerhard Zapfl schildert die aktuelle Situation in Nickelsdorf wie folgt: „Bei uns laufen die Gespräche diesbezüglich noch. Es wurden noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen. Die Grundeigentümer sind skeptisch, sie möchten den Wald so wie bisher bestehen lassen. Für sie gibt es keinen Grund, etwas zu verändern. Negative Erfahrungen mit Gesetzesänderungen seitens der EU sitzen ihnen im Nacken. Die Gemeinde wird hier ohne Eigentümer nicht entscheiden.“