Zwei Jahre Haft für Bankomat-Dieb. Zwei Jahre Haft für einen Rumänen, der am Diebstahl von 177.000 Euro in Nickelsdorf beteiligt war.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 13. März 2021 (04:34)
Symbolbild
Von Zolnierek, Shutterstock.com

Am 22. Dezember 2018 war eine Tätergruppe nachts mit einem Hyundai ins Foyer der Raiffeisenbank in Nickelsdorf gekracht. Die Männer rissen den dort aufgestellten Bankomat aus der Verankerung und verluden ihn im Auto.

Später schnitten sie den Bankomat auf und entkamen mit 177.000 Euro.

Einer der Täter wurde acht Monate später nach einem missglückten Bankomatdiebstahl in Spanien erwischt. Den Dieben war es dort nicht gelungen, den Bankomat ins Fluchtauto zu hieven.

Der heute 38-jährige Rumäne versteckte sich im Gebüsch, seine Mittäter flüchteten. Er wurde verhaftet und in Spanien zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.

Zu der kurz vor Weihnachten 2018 begangenen Straftat bekannte er sich vorige Woche am Landesgericht Eisenstadt schuldig.

Er sei von einem Mittäter namens Bogdan beauftragt worden, für den Bankomatdiebstahl ein Auto zu kaufen.

„Bogdan“ kannte den Nickelsdorfer Bankomat

„Bogdan“ habe den Bankomat in Nickelsdorf gekannt. Ob „Bogdan“ schon vorher andere Bankomatdiebstähle begangen habe, wollte Richterin Birgit Falb wissen.

„Ich vermute schon“, antwortete der Rumäne. „Er nannte keine Details. Auch der Name stimmt vielleicht nicht.“

Er selbst habe für seine Tochter, die unter dem Down-Syndrom leide, Geld gebraucht.

Von der Beute aus Nickelsdorf habe er nur 10.000 Euro bekommen.

In Spanien habe er den Bankomatdiebstahl mit einer anderen Tätergruppe begehen wollen.

„Wieso haben Sie sich auf Bankomatdiebstähle spezialisiert?“, fragte Richterin Birgit Falb.

„Ich hatte es hier gesehen und wollte so etwas auch dort machen“, erklärte der Angeklagte.

Der Schöffensenat verurteilte den Mann zu zwei Jahren Haft. Neun Monate gelten wegen der Untersuchungshaft in Spanien bereits als verbüßt.

10.000 Euro wurden für verfallen erklärt, diesen Betrag muss der Mann an die Republik Österreich bezahlen.