Goldstück unter Stars: Neusiedlerin in Endausscheidung

Ein Werkstück von Goldschmiedemeisterin Irene Pinter-Kaintz ist im Rahmen der österreichweiten Prämierung „Schmuckstar 2020“ für die Abstimmung ausgewählt worden.

Erstellt am 24. April 2020 | 05:39
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr

„Als Goldschmiedemeisterin ist immer kreatives Denken gefragt“, sagt Irene Pinter-Kaintz. Dass ihr das liegt, bewies die Neusiedlerin erst jüngst mit einer Eigenkreation: Eines ihrer Schmuckstücke hat es in die Endausscheidung für den österreichischen „Schmuckstar 2020“ geschafft.

Diese Nominierung ist der größte Erfolg in ihrer bald 20-jährigen Firmengeschichte. Irene Pinter-Kainz ist eine der wenigen Goldschmiedemeisterinnen im Burgenland.

Goldschmiedlehre im zweiten Bildungsweg

Ihre kreative Ader spürte sie von klein auf und auch für das Gewerbe ihres Vaters interessierte sie sich früh: „Ich war als Kind stundenlang in der Uhrmacherwerkstatt meines Vaters und bin unter den Kunden gleichsam aufgewachsen“, erinnert sie sich zurück.

Den Weg in die Goldschmiedelehre nahm sie trotzdem über einen Umweg, den sie heute aber nicht bereut. Denn die HAK-Matura vermittelte ihr das notwendige wirtschaftliche Grundwissen für die im Anschluss an einem Linzer College im zweiten Bildungsweg begonnene Goldschmiedlehre. Diese Kombination - Matura und Goldschmiedlehre - war damals neu und konnte nur in Linz absolviert werden. Nach drei Jahren feierte sie 1997 ihren Lehrabschluss.

Ambitioniert und zielstrebig ging die heute 44-Jährige den nächsten Karriereschritt an. Es folgten zweieinhalb Jahre intensive Ausbildung bei einem Goldschmied im Saarland. 2001 wurden ihre jahrelangen Anstrengungen dann mit der Verleihung des Meisterbriefes in der Wirtschaftskammer Wien gekrönt.

„Ich habe mein Gewerbe dann in die Firma meines Vaters eingebracht, sodass wir nun unter dem Firmennamen Goldschmiede & Uhren Pinter OG auftreten. Das hat mir viele neue Stammkunden gebracht“, erzählt sie von ihrer weiteren Laufbahn.

„Glänzende“ Erinnerungen

Schmuckstücke fertigt Pinter-Kaintz individuell nach Kundenwunsch an. „Unsere Kunden sind immer Teil des gesamten Entstehungsprozesses. Dadurch entsteht eine starke Kundenbindung“, gibt sie Einblick in ihre Geschäftsphilosophie.

Den handgefertigten Schmuck würden ihre Kunden gerne tragen. Er werde innerhalb der Familie weitervererbt, sei somit Teil des Familienerbes und friste sein Dasein nicht in einer Schatulle. „In unserer schnelllebigen Zeit ist handgefertigter Schmuck ein bleibender Wert und eine Erinnerung an die, die ihn getragen haben“, erklärt sie weiter.

Die Maßnahmen rund um die Eindämmung des Corona-Virus haben auch Irene Pinter-Kaintz zu einer vierwöchigen Pause gezwungen, zumindest was den Handel betrifft. Seit etwas mehr als einer Woche ist ihr Geschäft in Neusiedl am See nun wieder geöffnet. Maximal drei Kunden dürfen gleichzeitig im Verkaufsraum sein, alle selbstverständlich mit Maske. Ihre eigene bunt-gemusterte Gesichtsmaske hat sie selbst gestaltet.

Die Mutter zweier Kinder im Alter von 13 und 17 Jahren ist besonders erfreut darüber, dass sie auch heuer mit einem von ihr handgefertigten Schmuckstück wieder für den „Schmuckstar 2020“ nominiert wurde. Das Voting dafür begann am 5. April und endet am 10. Mai. Die Abschlussgala wurde „coronabedingt“ auf den 10. Oktober verschoben.

Abgestimmt werden kann unter: https://www.schmuckstars.com