Wasserversorgung: Für Hitze gerüstet. Die 66 Gemeinden des Wasserleitungsverbandes Nord verbrauchen derzeit rund 70.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag.

Von Paul Haider. Erstellt am 08. August 2018 (04:10)
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Vereint. „Wasser Burgenland“-Obmann Helmut Herlicska, Wasserleitungsverband-Obmann Gerhard Zapfl, Landtagsabgeordneter Kilian Brandstätter und Bürgermeisterin Elisabeth Böhm (Mitte) versammelten sich mit SPÖ-Bürgermeistern und Vizebürgermeistern am Neusiedlersee, um für gesicherte Wasserversorgung zu plädieren.

Die Hitzetage, unter denen im Moment ganz Österreich stöhnt, haben naturgemäß einen stark erhöhten Trinkwasserbedarf zur Folge.

Laut dem technischen Leiter des Wasserleitungsverbandes Nord, Helmut Herlicska, verbrauchen die 66 Mitgliedsgemeinden des Verbandes aktuell rund 70.000 Kubikmeter Wasser pro Tag. Das entspricht dem doppelten Bedarf eines durchschnittlichen Wintertages, an dem 30 bis 35.000 Kubikmeter Trinkwasser verbraucht werden.

Verband kann 90.000 Kubikmeter liefern

In Spitzenzeiten der Hitzewelle im Jahr 2013 wurden 84.000 Kubikmeter Wasser an einem Tag verbraucht. Wie Herlicska und der Obmann des Wasserleitungsverbandes Nord, Gerhard Zapfl, bei einem Pressegespräch in Neusiedl am See am Donnerstag versicherten, sei der Verband für einen erneuten Extremfall wie 2013 bestens gerüstet.

Der Wasserleitungsverband Nord könne aus eigener Kraft 90.000 Kubikmeter Wasser pro Tag liefern, darüber hinaus könnten zusätzliche Ressourcen aus den Leitungen nach Wiener Neustadt und Sopron entnommen werden. Helmut Herlicska ließ wissen: „Wir stemmen einen enormen finanziellen Aufwand, um auch in Extremfällen und bei immer neuen Versorgungsrekorden die Versorgung mit bester Qualität sichern zu können“.

Kritik vonseiten des Wasserleitungsverbandes gab es am Entwurf für die neue EU-Trinkwasserrichtlinie.