Wie Neusiedl mit dem Lockdown umgeht. Mit einer gewissen Routine geht man in der Stadt in den „Notbetrieb“. Man ist gut vorbereitet.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 19. November 2020 (03:34)
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Kein Parteienverkehr. Die Mitarbeiter der Stadtgemeinde kümmern sich telefonisch oder per E-Mail um die Anliegen der Bürger.
Böhm-Ritter

Sie ist heuer tatsächlich eingekehrt: Der Lockdown hat die Stadtgemeinde in die – sonst oft nur sprichwörtliche – vorweihnachtliche Ruhe versetzt. Das „Herunterfahren“ scheint in Neusiedl am See nun etwas reibungsloser zu verlaufen als im ersten Lockdown im Frühjahr. Vieles wurde bereits erprobt – und gerade deshalb läuft einiges anders. Die BVZ hat bei Bürgermeisterin Elisabeth Böhm nachgefragt und die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Organisation im Rathaus und im Bauhof: Parteienverkehr oder Besprechungen mit Externen gibt es keine. Den Bürgern stehen die Mitarbeiter aber in zwei Teams telefonisch ( 02167-2300 ) oder per E-Mail (rathaus@neusiedlamsee.at) bei Anliegen zur Verfügung. Im Oktober wurden für die Rathaus-Mitarbeiter Homeoffice Arbeitsplätze eingerichtet. Auch die Bauhofmitarbeiter arbeiten in zwei Teams weiter.

Kindergärten und Schulen: Nach den ersten Erhebungen nehmen mehr Eltern das Betreuungsangebot der Stadtgemeinde in den Kindergärten und Volksschulen in Anspruch als im ersten Lockdown. „Für die erste Woche sind rund ein Drittel der Kinder für die Betreuung angemeldet“, sagt Bürgermeisterin Böhm.

Einkaufsservice für Risikogruppen: Bestellungen werden wochentags zwischen 8 und 12 Uhr am Gemeindeamt unter 02167-2300 entgegengenommen. Aufträge bis 10 Uhr werden noch am selben Tag von den Bauhofmitarbeitern zugestellt.

Gemeinderatssitzung: Der für Ende November geplante Termin findet nicht statt. Dringende Themen sollen – schriftlich – mittels Umlaufbeschlüssen behandelt werden.

Kurzparkzone: Während der Zeit des Lockdowns wird im gesamten Stadtgebiet keine Parkgebühr eingehoben.

Altstoffsammelstelle: Dieses Mal bleibt die Sammelstelle geöffnet. Ab 23. November gelten allerdings die kürzeren Winter-Öffnungszeiten.

Bauernmarkt: Dieser findet wie gewohnt freitags von 9 bis 13 Uhr statt (siehe Artikel unten).

Seebad: Im Frühjahr gab es aufgrund schwammig formulierter Verordnungen große Unklarheiten, ob das Strandbad geöffnet werden darf. Jetzt kommuniziert Bürgermeisterin Böhm auf Anfrage deutlich: „Das Seebad bleibt zum Spazierengehen geöffnet.“

Spielplätze: Im Gegensatz zum ersten Lockdown werden öffentliche Spielplätze laut Verordnung der Bundesregierung nicht abgesperrt.

Hundeauslaufzone: Auch diese bleibt geöffnet. Wie auch auf den Spielplätzen gilt es, die Abstandsregeln zu beachten.

Gastronomie: Café Bistro, Die Burgerbucht, Joe´s Pub, Jörg´s Restaurant, Gasthof „Zur Alten Mauth“ und Pizzeria Rialto bieten Liefer- und/oder Abholservice an.