Auftrag für neuen Kurs. ÖVP will Neustart trotz Stimm- und Mandatsverlust schaffen und geht mit Thomas Halbritter motiviert in die Stichwahl.

Von Pia Reiter. Erstellt am 04. Oktober 2017 (11:16)
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Nachbesprechung. Josef Egermann, Franz Kast, Kurt Lentsch, Mario Müllner, Emmerich Haider, Michael Vollath, Josef Berger, Kerstin Schüller, Christian Strommer, Petra Lentsch, Maria Kast, Stefan Kast, Petra Halbritter, Thomas Halbritter, Inge Berger, Günter Kolar, dahinter 3. Reihe: Dominik Berger, Thomas Heinrich, Christoph Göschl und Friedrich Mannsberger trafen sich zur Wahlanalyse im Weinwerk.
Pia Reiter

„Ein Verlust ist nie erfreulich, aber das Ergebnis ist okay. Wir haben ein Mandat an die FPÖ verloren. Ich sehe die 43 Prozent als Auftrag und Bestätigung für den neuen Kurs“, fasst ÖVP-Spitzenkandidat Thomas Halbritter die Situation am Wahlabend zusammen.

"Schaffen Neustart in Neusiedl"

Ersatzmandat. 150 Vorzugsstimmen und das Losglück entschieden zugunsten von Patrick Oberroither.
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Auch der Vorsprung von 134 Stimmen, mit der er gegen Elisabeth Böhm (SPÖ) in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt geht, stimmt in optimistisch: „Wir schaffen den Neustart in Neusiedl.“

Die vergangenen vier Jahre seien, so Halbritter, ehr schwierig für die Gemeinde gewesen, die Neusiedler hätten den Konsolidierungskurs gespürt: „Jetzt sind wir finanziell wieder saniert und können von Null wegstarten.“

Sein neues Team bringe frischen Wind in die Gemeindepolitik ist er sich sicher und betont: „Mit den Bürgern gemeinsam anstehende Probleme lösen, sehe ich als große Herausforderung. Aber das macht mir Spaß, ich freue mich schon sehr darauf.“ Fünf der elf Gemeinderäte, die laut Wahlergebnis ein Mandat erhalten, sind neu. Sechs davon, darunter auch Thomas Halbritter, sind erfahrene Kommunalpolitiker. Als zwölfter Kandidat wird ein Ersatz-Gemeinderat nominiert.

Stefan Kast: „Luft nach oben hin dünner“

Stadtparteiobmann Stefan Kast spricht von einem „super soliden“ Ergebnis: „Dass bei sechs Parteien und sechs Kandidaten die Luft nach oben hin dünner ist, ist klar. Trotz massiven Widerstands ist es uns im ersten Wahlgang gelungen, die 43 Prozent zu holen. Es heißt für mich aber auch, dass wir vergangene Streitereien hinter uns lassen müssen.“

Auch für Inge Berger und Günter Kolar ist klar: „Die Stichwahl ist sicher machbar. Es gibt keine Alternative. Nur Fehler darf man sich keine erlauben.“

Im Einsatz. Inge Berger, Thomas Halbritter, Christoph Göschl, Patrick Oberroither, Stefan Kast und Katja Hautzinger zwei Tage vor der Wahl bei ihrer Tour entlang der Hauptstraße, wo fleißig Wahlgeschenke verteilt wurden.
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