„Jois 2025“: Bürgerliste startete Befragung. Auf 5,2 Hektar soll in den nächsten acht Jahren ein neuer Ortsteil von Jois entstehen. Das Wohnprojekt spaltet die Gemüter.

Von Bettina Deutsch. Erstellt am 31. März 2017 (06:10)
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In spätestens acht Jahren soll in der Siedlung „Am Sportplatz“ ein neuer Ortsteil entstanden sein.
Symbolfoto/Oberwarter Siedlungsgenossenschaft

Das OSG-Wohnprojekt „Jois 2025“ ( die BVZ berichtete, siehe hier und unten) hat in den letzten Wochen für Diskussionsstoff gesorgt, nun sollen die Bewohner des Ortes ihre Meinung hinsichtlich dieser Entwicklung kundtun.

Liste befragt Joiser zum künftigen Vorgehen

Ein Rundschreiben der Bürgerliste „Gemeinsam für Jois“ sorgt dieser Tage für Aufsehen. Unter dem Titel „Idyllisches Jois oder zugepflastertes Dorf“ rufen die Vertreter zur Meinungsumfrage auf. Das Stimmungsbild der Joiser Bevölkerung soll über weitere Vorgangsweisen entscheiden.

Vor einigen Jahren wurde auf dem Areal bereits eine Wohnhausanlage von der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft gebaut. Laut den Gemeinderäten Helmut Altenburger und Ingrid Fischbach wurden die örtlichen Bauvorschriften damals zugunsten des Bauträgers außer Acht gelassen, „für den künftigen Projektplan müssten die Bebauungsrichtlinien, welche lediglich Einfamilienhäuser auf dem gesamten Gebiet vorsehen, geändert werden.“

Engpass durch rasches Wachstum?

Die Joiser befürchten, dass eine derart massive Verbauung negative Auswirkungen auf das gesamte Infrastrukturnetz der Gemeinde mit sich bringen, Verkehr, Bildungseinrichtungen sowie das Kanalnetz dem Ansturm nicht standhalten könnte.

„Es ist uns schon klar, dass auch die Bevölkerung in unserer Heimatgemeinde in den kommenden Jahren zunehmen wird. Aber wollen wir wirklich, dass so viele Wohnungen auf einer kleinen Baufläche entstehen?“, fragen sich die beiden Gemeinderäte. Die Bewohner können nun ihre Meinung darüber bis zum 31. März bei Helmut Altenburger und Ingrid Fischbach – anonym oder namentlich – bekannt geben.

„Wir haben rund 600 Flugzettel verteilt und sind von den Rückmeldungen positiv überrascht. Es lässt sich bereits eine Tendenz erkennen, das endgültige Ergebnis warten wir noch ab“ so Helmut Altenburger.