A4: Baustelle senkt Unfall-Risiko. Täglich sind tausende Pendler aus dem Bezirk auf der Ostautobahn unterwegs. Sie sehen sich mit Unfällen und Baustellen konfrontiert, bis 2024 wird weiter gebaut.

Erstellt am 20. Juli 2017 (05:00)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Autobahn Symbolbild
Pixabay

Mehr als 60.000 Fahrzeuge waren täglich laut Statistik im Vorjahr auf der Ostautobahn unterwegs. Die Unfallbilanz der A4 im Jahr 2016 zählt 125 Unfälle allein im burgenländischen Abschnitt der Ostautobahn (siehe Grafik unten). 107 Unfälle mit Verletzen gab es zwischen der ungarischen Grenze und Wien.

Weniger Geschwindigkeit, mehr Konzentration

Viele machen die Baustellen-Situation dafür verantwortlich, doch ein direkter Zusammenhang ist laut Asfinag Pressesprecher Walter Mocnik nicht herzustellen: „„Baustellen sind in puncto Sicherheit generell nicht auffällig und abweichend zur baustellenfreien Strecke.

Dies trifft auch auf die A4 im Burgenland zu. Durch die Reduktion der Geschwindigkeit und die Erhöhung der Konzentration wird so gesehen das Risiko kompensiert oder sogar gesenkt. Kurz gesagt also: nein, dort gibt’s nicht mehr Unfälle.“

Zehn Jahre Baustelle

Insgesamt zehn Jahre ist die Ostautobahn eine Baustelle: drei Jahre wird bereits gebaut, bis 2024 (siehe Chronologie) sind dann alle Arbeiten abgeschlossen, wenn alles nach Plan läuft. Projektleiter Andreas Hautzinger erklärt: „Unvorhersehbare Dinge passieren bei so großen Baustellen immer, bis jetzt waren das aber nur Kleinigkeiten. Die Termine konnten immer gehalten werden.“ Für die Strecke von Neusiedl am See bis Nickelsdorf besteht laut Hautzinger derzeit kein Bedarf eines dreispurigen Ausbaus: „Die Verkehrszahlen gehen nach Neusiedl am See runter“. Hautzinger im Nachsatz: „Aber wer weiß, wie die Zahlen bis 2024 aussehen“.

Unfälle A4 Burgenland
Asfinag; Illustration: SceneNature/shutterstock; Grafik: Bischof