Vermisster tot aufgefunden: Spendenaktion nach Tragödie

Welle der Unterstützung für die Familie des 20-Jährigen, der tot in Bruckneudorf gefunden wurde.

Erstellt am 19. August 2021 | 05:49

Seit vergangenem Donnerstag ist es traurige Gewissheit: Der seit 10. August als vermisst gemeldete 20-jährige Marcell Rakob aus Pama (Burgenland) wurde tot aufgefunden. Entdeckt hat die Leiche eine Anrainerin in der Siedlung „Lindenbreite“. In der Böschung an der Leitha, die hinter der Siedlung vorbeiführt, ist der tote Mann offensichtlich hängen geblieben.
Die Frau alarmierte nach ihrem schockierenden Fund die Polizei. Die Feuerwehren Bruckneudorf, Parndorf sowie Notarzt und Polizei rückten aus, um die Leiche zu bergen. 

Freundin fand nur noch Rucksack

Laut Bericht der Landespolizeidirektion Burgenland war der Mann am Montag vor einer Woche noch bei seiner Freundin in Bruck und anschließend bei einem Treffen Jugendlicher bei einer Brücke am Leitha-Ufer. Tags darauf fand seine Freundin dort den verwaisten Rucksack des Mannes und erstattete eine Vermisstenanzeige. Zwei Tage lang suchte ein Großaufgebot von Feuerwehr, Polizei und Rotem Kreuz zu Land und zu Wasser nach dem Vermissten.

Im Brucker Feuerwehrhaus war ein Krisenstab eingerichtet worden, von dem aus die Suchaktion koordiniert wurde. „Auch Leichen-Spürhunde wurden eingesetzt“, berichtet der Pressesprecher der Landespolizeidirektion Burgenland, Johannes Kollmann. 

Nachdem der Tote gefunden worden war, wurde für Montagabend in Wien eine Obduktion der Leiche angesetzt, um die Todesursache zu ermitteln. 

Nach Marcell Rakobs Tod rief Samantha Pillitsch, eine Freundin der Familie aus Bruckneudorf, nun zu einer Spendenaktion auf, um der trauernden Mutter zumindest finanzielle Sorgen zu nehmen. Denn, auch der Vater des 20-Jährigen ist erst vor wenigen Wochen verstorben. Das Spendenkonto lautet auf Samantha Pillitsch, IBAN: AT28 2021 6217 5016 8000, Kennwort: Marcell Rakob

Der Spar-Markt in Maria Ellend wurde über Facebook auf die Spendenaktion aufmerksam und erklärte sich spontan dazu bereit, ebenfalls für die Hinterbliebenen zu sammeln.
„Es gibt bei uns zum Glück viele Leute, die gerne spenden. Hoffentlich bekommen wir ein bisschen was zusammen“, hofft Familie Pfingstner, die den Spar leitet.