Wirbel um Asphaltierung eines Feldweges

Vizebürgermeister Hans-Jürgen Werdenich wirft der SPÖ unter Bürgermeister Manfred Bugnyar Geldverschwendung vor.

BVZ Redaktion Erstellt am 26. April 2018 | 03:31
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Alternativvorschläge. Vizebürgermeister Hans-Jürgen Werdenich ist mit den Asphaltierungsmaßnahmen auf dem Edelstalerweg nicht einverstanden.
Foto: zVg

Unverständnis und Kopfschütteln löst die geplante Asphaltierung eines kleinen Feldweges aus: Der Edelstalerweg, welcher sogar mit einem Pkw-Fahrverbot ausgestattet ist, soll asphaltiert werden (die BVZ berichtete).

Dafür wurde im Gemeinderat mit den Stimmen der SPÖ ein Budget von 240.000 Euro beschlossen, die ÖVP ist vehement dagegen. Im Rahmen eines Lokalaugenscheins fand nun eine Projektbesprechung mit den Anrainern statt. Diese wären eigentlich Nutznießer dieses Projektes, aber auch sie sind zum Großteil gegen die Asphaltierung des Weges. Bürgermeister Manfred Bugnyar hält am Projekt fest und will das Vorhaben trotz Widerstände durchziehen.

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„Einerseits kündigt der Bürgermeister in der vergangenen Bürgerversammlung eine Erhöhung der Kanalgebühren an und bei der Asphaltierung des Edelstalerwegs wird das Geld zum Fenster hinausgeworfen. Das versteht hier in Pama niemand mehr“, sagt Vizebürgermeister Hans-Jürgen Werdenich.

Sanfte Sanierung und Biowanderweg

Er schlägt vor, den Weg durch einfaches Aufschottern sanft und sparsam zu sanieren sowie über ein Konzept eines Biowanderwegs nachzudenken. „Als größte Biogemeinde Österreichs dürfen wir den Edelstalerweg nicht sinnlos asphaltieren. Wir sollten im wahrsten Sinne des Wortes neue und umweltfreundlichere Wege gehen und unsere Umwelt nicht schädigen“, so Werdenich weiters. Bürgermeister Manfred Bugnyar weiß von den Plänen der Opposition bislang nichts und stellt weitere Handlungen und Gespräche in Aussicht.

Bislang liegt ein Angebot der Straßenabteilung von 160.000 Euro für Sanierung und Asphaltierung vor, ein Zuschuss vom Land Burgeland wird zudem angestrebt. .Der Edelstalerweg ist eine Zufahrtsstraße für Anrainer und Radfahrer.