Cluster nach Pensionierungen. Die Direktorin der VS Wallern sowie der Direktor der NMS und VS Pamhagen treten in den Ruhestand.

Von Bettina Deutsch. Erstellt am 29. Juni 2018 (05:00)
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Abschied. Direktorin Anna Andert sagt nach 45 Jahren adé.
BVZ, BD

Die Sommerferien sind bereits in greifbare Nähe gerückt, mit der Zeugnisausgabe am Freitag endet das aktuelle Schuljahr 2017/18. Für zwei langjährige Mitglieder der Lehrgemeinschaft werden es die letzten offiziellen Schulferien sein, mit dem Pensionsantritt per 1. September endet (für sie) eine Ära der besonderen Art.

„Mit Kindern zu arbeiten, hat mir immer schon Freude gemacht“, erzählt Anna Andert, Direktorin der Volksschule Wallern im Burgenland. 45 Jahre lang war sie Teil der Schulgemeinschaft vor Ort, vier Jahre als Schülerin, 25 darauffolgende als Lehrerin und schließlich ganze 16 Jahre in der leitenden Funktion der Bildungsinstitution. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wird sie deshalb am Freitag das Schulhaus verlassen. „Mein Beruf war mein Hobby und ich würde wieder Lehrerin werden, wenn ich die Wahl hätte. Viele Kinder haben bei mir das Schreiben, Rechnen und Lesen gelernt. Darauf bin ich heute sehr stolz“, berichtet die scheidende Direktorin rückblickend.

Noch kann sie sich nicht vorstellen, am kommenden September nicht mehr in die Schule zurückzukommen, da aber alles im Leben seine Zeit hat und Anna Andert noch fit und gesund ist, hat sie für den kommenden Ruhestand noch etliche Vorhaben geplant. „Mit meinem Mann möchte ich noch viele Reisen machen, vielleicht gehen wir auch die spanische Teilstrecke des Jakobweges. Für Gartenarbeit, Radfahren, Lesen oder Freunde besuchen habe ich ebenfalls künftig genug Zeit“, freut sie sich.

Ein Leiter für Wallern und Pamhagen

Nur einen Katzensprung weiter entfernt sagt Konrad Unger, Direktor der Volksschule und Neuen Mittelschule Pamhagen, mit 1. September „Lebwohl“. Auch er war in den vergangenen 25 Jahren als Lehrer tätig, vor 15 Jahren übernahm er die Leitung der Neuen Mittel-, vor zwei Jahren zudem der Volksschule vor Ort. „Es war eine abwechslungsreiche und herausfordernde Zeit in einem guten Team“, erinnert sich Konrad Unger zurück.

Ruhestand. Konrad Unger kehrt „seinen“ Schulen den Rücken.
BVZ

Besonders stolz ist er auf die zahlreichen Auszeichnungen, die die Schulgemeinschaft in den vergangenen Jahren erringen konnte. „Man muss stets aufgeschlossen für neue Impulse sein und die Schüler für neue Techniken begeistern“, plaudert er aus dem Nähkästchen.

Für den wohl verdienten Ruhestand hat sich Konrad Unger vorgenommen seinen, bislang zu kurz geratenen Hobbies nachzugehen und seinem Leben einen neuen Sinn zu geben. Mit dem Ende des aktuellen Schuljahres und dem zeitgleichen Ausscheiden der beiden Direktoren findet auch das bislang praktizierte Führungsschema ein Ende.

Ab dem Herbstsemester sollen die beiden Gemeinden in einem Schul-Cluster geführt, die künftige Leitung der drei Schulen von lediglich einer Person übernommen werden.