Pannonischer Hofladen mitten in der Großstadt

Erstellt am 03. April 2022 | 05:49
Lesezeit: 3 Min
Wie ein Meinklang-Hofladen ins Herz von Wien kommt.
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In der Wiener Margaretenstraße macht sich ein Stück Pamhagen breit. Seit Ende Februar gibt es dort, mitten im fünften Bezirk, nämlich den Meinklang-Hofladen.

Meinklang, das ist Einklang mit der Natur mit dem vorne angefügten ‚M‘ für Michlits. Die Großfamilie produziert auf ihrem Hof nicht nur Demeter-zertifizierten Bio-Wein, sondern auch Fleisch, Gemüse, Honig und Mehl. Letzteres vom Getreideanbau weg bis hin zum Mahlen in der Steinmühle. 

 

Corona hat die Leute und auch die Gastronomie verändert. Werner Michlits

Die Expansion nach Wien kam so zustande, dass Werner Michlits (jener der drei Michlits-Brüder, der für den Weinbau zuständig ist) den Haubenkoch Thomas Piplitz auf einer Weinmesse kennenlernte. Als der Grazer Piplitz schließlich durch Corona seinen Job in der Kitzbühler Gastronomie verlor, war die Zeit gerade richtig, ein Hofladen nur naheliegend. Im vergangenen Jahr wurde noch mittels eines Pop-Up-Stores in der Wiener Schleifmühlgasse für zwei Monate das Fahrwasser getestet, die Reaktionen fielen positiv aus. Daraufhin wollte man den Hofladen in der Margaretenstraße bereits im Oktober eröffnen, Corona machte allerdings einen Strich durch die Rechnung. So entschloss man sich schließlich, das neue Jahr abzuwarten und sich so gut wie möglich vorzubereiten. 

Frischer Wind geht durch die Stadt

Die Zeit bis zur Eröffnung wurde mit der Restaurierung des Geschäftslokals verbracht, um in dem ehemaligen Instrumentengeschäft Platz für die hauseigene Backstube, eine Kaffeeecke und eine Fleischvitrine mit Stücken von Mangalitza-Schweinen und Angus-Rindern vom Pamhagener Hof zu machen. Piplitz meint über das Konzept des Hofladens: „Ein Laden, wo man nur einkaufen kann, war uns ein wenig zu steril, wir wollen das Ganze erlebbarer machen und die Leute an neue Produkte heranführen.“ Deshalb ist der Meinklang-Hofladen in der Margaretenstraße 58 auch ein Ort, wo man sich nicht nur täglich frisches Sauerteigbrot, Kaffee und Kuchen oder Fleisch holen kann, es gibt auch eine reiche Auswahl an Natural-Weinen und eine Speisekarte, die sich laufend ändert.

Ab Mai soll es auch einen Schanigarten für bis zu 20 Personen geben, die Eröffnung eines mietbaren Weinkellers mit derselben Kapazität ist laut Werner Michlits für den Herbst geplant.

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