Autobahnmeisterei wird verkauft. Die ASFINAG baut in Bruck eine neue Autobahnmeisterei. Die Standorte in Parndorf und Schwechat werden geschlossen.

Von Paul Haider. Erstellt am 20. Juni 2018 (10:29)
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Pläne präsentiert. Ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki, Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, ASFINAG-Vorstandsdirektorin Karin Zipperer und ASFINAG-Geschäftsführer Josef Fiala.
ecoplus/Hörmandinger

Die Autobahnmeisterei in Parndorf steht vor dem Aus. Wie in der Vorwoche bekannt wurde, wird die ASFINAG ab dem kommenden Sommer um 16 Millionen Euro einen Komplex am Ecoplus-Gelände in Bruck an der Leitha errichten, der die Standorte Parndorf und Schwechat ersetzen wird.

Letzter Arbeitstag im Oktober 2019

Der letzte Arbeitstag für die Parndorfer Autobahnmeisterei wird laut ASFINAG-Pressesprecherin Alexandra Vucsina-Valla aller Voraussicht nach im Oktober 2019 sein. Pünktlich zur Winterdienst-Saison 2019/2020 soll nämlich am neuen Standort der Betrieb aufgenommen werden.

Sorgen um ihre Arbeitsplätze müssen sich die Mitarbeiter der Parndorfer Autobahnmeisterei deshalb nicht machen: Wie die ASFINAG versicherte, werden alle 40 Mitarbeiter der Standorte Schwechat und Parndorf künftig in Bruck arbeiten.

Das Areal der Autobahnmeisterei in der Neudorferstraße befindet sich im Besitz der ASFINAG. Zur Zukunft des Grundstückes verrät Alexandra Vucsina-Valla im BVZ-Gespräch erste Details: „Es ist davon auszugehen, dass die zwei Liegenschaften in Schwechat und Parndorf verkauft werden. Sobald die neue Autobahnmeisterei fertig ist, werden die Grundstücke an unsere Liegenschaftsexperten übergeben, die sich um die optimale Verwertung der Standorte kümmern werden.“

Kovacs: "Kauf würde für Gemeinde keinen Sinn ergeben"

Die Gemeinde Parndorf scheidet als Käufer der Autobahnmeisterei voraussichtlich aus, wie Bürgermeister Wolfgang Kovacs (LIPA) gegenüber der BVZ erklärt: „Hätten wir nicht vor neun Jahren unseren Bauhof eröffnet, hätten wir ernsthaft überlegt, das Areal zu kaufen. Vom Standort her wäre es optimal gewesen. Aber in der jetzigen Situation würde es für die Gemeinde keinen Sinn ergeben, das Grundstück zu kaufen.“

Laut dem Ortschef ist das Areal als Betriebsgebiet gewidmet. Die wahrscheinlichste Variante dürfte daher sein, dass die ehemalige Autobahnmeisterei von einem privaten Käufer zu einem neuen Betrieb umfunktioniert werden könnte.