Aida-Stadientournee geplatzt: Wabas neue Pläne. Der Podersdorfer Bühnenbildner muss nun auf andere Projekte setzen und hat schon einige Ideen in petto.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 21. Juni 2017 (07:20)
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Manfred Waba - Experte für Freiluft-Bühnen hofft auf eine neue Musiktheater-Produktion.
BVZ, zVg

Es hätte ein monumentales Opernspektakel werden sollen, das seinesgleichen sucht: Placido Domingos Aida-Tour durch Europas größte Sportstadien. Und mitten drin der Podersdorfer Spezialist für Freiluftbühnen Manfred Waba. Seit eineinhalb Jahren arbeitet der Bühnenbildner an der 28 Meter hohen und 80 Meter breiten Bühne. Nun ist die Tour geplatzt. Der Veranstalter, die Art & Entertainment Live GmbH, hat beim Amtsgericht Düsseldorf Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

„Auch für mich ist diese Entwicklung neu. Sowohl Placido Domingo als auch ich sind mehr als überrascht ob dieser Entwicklung“, erzählt Waba enttäuscht im BVZ-Interview. Er spricht von einem enormen wirtschaftlichen Verlust. Auf die Frage, ob das Projekt zukünftig mit einem anderen Veranstalter über die Bühne gebracht werden könnte, reagiert Waba skeptisch. Es sei abzuwarten, wie die Schweizer Auffangfirma nach den Gesprächen mit dem Masseverwalter reagiere. Große Hoffnungen legt der Podersdorfer in die Aida-Stadientour aber nicht mehr.

Neue Ausstellung: Weltpremiere im Herbst

Indessen blickt der Bühnenprofi schon wieder in die Zukunft. Seine Ausstellung von Michelangelos Fresken der Sixtinischen Kapelle in Form von Repliken, die bereits sehr erfolgreich in der Wiener Votivkirche lief, ist derzeit in München und Shanghai zu sehen und wird auch in andere Städte reisen. „Und eine neue Ausstellung wird im Herbst Weltpremiere feiern“, gibt sich Waba geheimnisvoll.

Darüber hinaus arbeitet er gerade am Bühnenbild und den Kostümen für die Oper „Der Freischütz“, die im Oktober im Stadttheater Baden Premiere feiert.

Ein größeres Projekt könnte in den nächsten beiden Jahren spruchreif werden. „Ich möchte noch nicht zu viel verraten, aber es gibt ernste Vorarbeiten für eine große Musiktheater-Produktion, ein neues Festival“, zeigt sich Waba optimistisch.

Langweilig wird es dem Podersdorfer auch ohne Aida-Projekt nicht, könnte man den Eindruck gewinnen. Im Herbst soll jedenfalls eine CD erscheinen, auf der Manfred Waba gemeinsam mit großen Musicalstars für einen guten Zweck zu hören sein wird.