Neuer Vizebürgermeister: Steiner folgt Steiner. Franz Steiner hat aus beruflichen Gründen das Amt des Vizebürgermeisters in Podersdorf zurückgelegt. Josef Steiner übernimmt.

Von Bettina Deutsch. Erstellt am 17. April 2019 (05:05)
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Abschied und neuer Vize. Franz Josef Steiner (li.) hat sich entschieden, künftig neue Wege zu gehen. Josef Steiner (re.) hat dafür nun das Zepter in Podersdorf übernommen.

In der Tourismusgemeinde weht ein „frischer Wind“ und er macht selbst vor dem politischen Tagesgeschehen nicht Halt. Vor rund zwei Wochen gab Vizebürgermeister Franz Josef Steiner (SPÖ) via Facebook seinen Rückzug aus der Gemeindepolitik bekannt. Parteikollege Josef Steiner übernimmt ab sofort die Agenden vor Ort.

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Abschied. Franz Josef Steiner hat sich entschieden, künftig neue Wege zu gehen.

„17 Jahre lang durfte ich gemeinsam mit vielen Freunden in unserer Gemeinde für unsere Bevölkerung arbeiten. Aufgrund meiner neuen beruflichen Tätigkeit und dem damit verbundenen zeitlichen Aufwand war es mir ein Anliegen, das Staffelholz an meinen Kollegen zu übergeben“, lässt Franz Josef Steiner via sozialer Medien wissen.

2002 trat der dem Gemeinderat Podersdorfs, folglich dem Vorstand, bei und übernahm 2015 das Amt des Vizebürgermeisters vor Ort. Vor wenigen Wochen wechselte der Berufsschullehrer in das politische Büro von Landesrätin Daniela Winkler, wo er fortan für den Bereich „Bildung“ tätig sein wird. Damit die Familie dabei künftig nicht zu kurz kommt, fasste der engagierte Politiker mit einem lachenden und einem weinenden Auge den richtunggebenden Entschluss und leitete unverzüglich seinen Rückzug ein.

Würdiger Nachfolger mit Erfahrungswert

„Am 1. April habe ich mein Mandat zurückgelegt und Josef Steiner als meinen Nachfolger vorgeschlagen. Er ist ebenfalls seit 17 Jahren Parteimitglied und bringt damit den notwendigen Erfahrungswert mit. Aufgrund seiner sozialen Kompetenz sowie den fachlichen Fähigkeiten wurde er vonseiten der Fraktion auch einstimmig zum neuen Vizebürgermeister gewählt“, so Franz Josef Steiner.

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Neuer Vize. Josef Steiner hat das Zepter in Podersdorf übernommen.

Um sich für Veränderung zum Wohle der Bevölkerung seiner Heimatgemeinde einzusetzen, trat Josef Steiner einst der Sozialdemokratischen Partei bei. Im aktuellen Jahr stehen in Podersdorf am See große Projekte zur Realisierung bereit, der 52-jährige Beamte ist sich seiner künftigen Rolle durchaus bewusst.

Für ihn ist klar: „Wir müssen den politischen Ausgleich schaffen und werden uns diesbezüglich weiterhin engagiert dafür einsetzen. Hinsichtlich der finanziellen Ausgaben dieser Vorhaben müssen wir am Boden bleiben, damit nicht noch die nachfolgenden Generationen damit zu kämpfen haben.“ Die SPÖ hat sich zum Ziel gemacht, mit neuer Spitze den gemeinsamen Weg weiterzugehen und „aufzustehen“, wenn es nötig wird.

Auch wenn er die Zeit mit seinen Kollegen vermissen wird, „wir haben bislang viel bewegt und es war mir stets eine Ehre“, empfiehlt Franz Josef Steiner, auch künftig für die Gemeinde zusammenzuhalten und wünscht seinem Nachfolger sowie seinem Team „viel Freude an der Arbeit.“

Im Gemeinderat rückt damit Ersatzmitglied Josef Kaczor nach, Philipp Tauber wird neu in die Liste gereiht, das Mandat im Gemeindevorstand wird an Maria Schmidt übergeben.