Feierliche Wein-Verkostung nach 144 Tagen auf hoher See

Erstellt am 05. April 2018 | 04:19
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Weinreifung Neusiedl
Foto: zVg
144 Tage befand sich der Wein in der Boje, um in den Wellen des Neusiedler Sees zu reifen, nun folgt die Verkostung.
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144 Tage war die Boje mit 600 Liter Grauburgunder mit dem passenden Namen „Wellentänzer“ von Fabian Sloboda zur Reifung im Neusiedler See. Das Experiment sollte den Einfluss des starken Wellengangs auf die Hefe bei der Reifung erforschen.

Weinreifung Neusiedl
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Zum Vergleich ließ Fabian Sloboda einen Zwillingswein im Keller reifen. Am Wochenende wurde die Boje mit besonderem Inhalt aus dem Neusiedler See gehoben.

Weinreifung Neusiedl
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Fabian Sloboda ist zuversichtlich: „Mit dem ersten Eindruck bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden. Die Farbe des Wellentänzers aus der Boje ist so wie man sie von einem Grauburgunder erwartet“, erklärt er. Die Boje ist trotz der Sturmböen am Ostersonntag dank Podersdorfer Feuerwehrtaucher sicher geborgen worden.

Wein-Geschmack: „gänzlich anders“

Anschließend fand im Heurigen von Fabian Sloboda mit musikalischer Begleitung durch „Hocky und Band“ eine feierliche Verkostung statt. Das Ergebnis: Die seegelagerte Probe schmeckt gänzlich anders als die im Keller gelagerte Rückstellprobe. Die anwesenden Wirte Andreas Karner, Walter Wachtler, Alexander Lentsch, Christian Lentsch, Johann Weinhandl, Josef Waba und Jakob Eger bewerteten den Wein mittels einer Skala von eins bis zehn und versahen diesen mit der vollen Punktezahl.

Auch bei den anwesenden Gästen war die Resonanz überwiegend positiv. „Es freut mich, dass so viele hier gewesen sind, um der Verkostung beizuwohnen. Ich möchte mich auch für die große Unterstützung meines Projekts bei allen Beteiligten bedanken“, so Fabian Sloboda.

Weinreifung Neusiedl
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Nicht nur der Wein hat die Tage im Wasser gut überstanden. Die von Nikolaus Eberstaller designte Boje mit der „Wellentänzerin“, war im Wasser und Eis massiven Kräften ausgesetzt, mit einigen Dellen und Schrammen ist aber die Boje noch gut davon gekommen.

Das Bundesamt für Weinbau wird nun eine Weinprobe aus der Boje nehmen und die Zusammensetzung des Grauburgunders im Labor analysieren und das Podersdorfer Weinexperiment wissenschaftlich aufarbeiten.

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