Rudolf Strommer: „70er auf L205 ist überzogen“. Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Podersdorferstraße L205 wird rege diskutiert. Andere Lösungen sollen geprüft werden.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 15. Dezember 2017 (05:00)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7121109_nsd50pia_pod_oevp_kreuzung_podersdorf_g.jpg
Rudolf Strommer, ÖVP Bezirksobmann und 2. Landtagspräsident fordert das Aus des 70ers auf der Podersdorfer Landesstraße.
BVZ

Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf einem Teilstück der Podersdorferstraße L205 ärgert nicht nur Autofahrer, sondern auch den 2. Landtagspräsidenten Rudolf Strommer (ÖVP). Anstatt der 70er-Beschränkung schlägt er bauliche Maßnahmen im Bereich der Kreuzung des Güterweges Gols vor.

Ein tragischer Motorradunfall mit zwei Toten im März dieses Jahres im Kreuzungsbereich Güterweg Gols und der L205 veranlasste die Bezirkshauptmannschaft eine Geschwindigkeitsbeschränkung zu verordnen. Seit 15. Mai ist diese in Kraft.

„In den ersten vier Monaten stand an 56 Tagen (nahezu jeden zweiten Tag) in diesem Bereich ein Radarmesswagen. In diesen ersten vier Monaten erhielten Pendlerinnen und Pendler der vier Gemeinden Podersdorf am See, Illmitz, Apetlon und Pamhagen und unsere Tourismusgäse insegsamt 8.825 Strafanzeigen, das sind Strafgelder von insgesamt mehr als 820.000 Euro“, erklärt Strommer.

„Speedbreaker am Güterweg statt 70er“

Diese Fakten seien nach einer Landtagsanfrage an Landeshauptmann-Stellvertreter Hans Tschürtz (FPÖ) ans Licht gekommen. Für den ÖVP-Politiker aus Illmitz scheint die derzeitige Regelung überzogen zu sein. Statt dem 70er schlägt er „Speedbreaker“ am Güterweg Gols vor.

„Bauliche Maßnahmen am Güterweg zwingen die Autofahrer, die diesen Weg nutzen, langsamer zu werden, bevor sie den Kreuzungsbereich erreichen und auf die Landesstraße abbiegen“, betont Strommer.

Eine Stopptafel alleine reiche dort nicht. Diese Lösung würde zu einer Steigerung der Sicherheit auf der Landesstraße führen und den Verkehrsfluss nicht behindern. Die Verkehrsabteilung beim Amt der Burgenländischen Landesregierung versprach diesen Vorschlag zu prüfen.