Atemstillstand! Parndorfer starb nach Drogenkonsum. Ein 50-Jähriger aus Parndorf (Bezirk Neusiedl am See) ist am Montag an den Folgen seines Drogenkonsums gestorben.

Von Paul Haider. Erstellt am 12. April 2018 (09:05)
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Die Polizei bestätigte am Donnerstag einen Bericht der "Kronen Zeitung" (Ausgabe Burgenland) wonach sich der Mann in Wasser aufgelöstes Kokain gespritzt und daraufhin einen Atemstillstand erlitten hatte.

Die BVZ bekam aus der Landespolizeidirektion Burgenland einen detaillierten Einblick in die tragischen Ereignisse in Parndorf.

Kurz nach 21 Uhr am Montagabend wählte die Lebensgefährtin des 50-Jährigen den Notruf: Ihr Freund habe zu viel Kokain zu sich genommen und sei im Gesicht bereits blau angelaufen.

Fünf Minuten später waren zwei Parndorfer Polizisten auch schon beim Haus des Paares eingetroffen. Im Wohnzimmer fanden sie den 50-Jährigen in stabiler Seitenlage ohne Bewusstsein und nicht ansprechbar vor. Die Beamten begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, die kurze Zeit später vom eintreffenden Notarzt fortgeführt wurden. Dieser konnte nach mehreren Reanimationsversuchen nur noch den Tod des 50-Jährigen feststellen.

Der Mann war schon seit 2005 in einem Drogenersatzprogramm

Noch am selben Abend wurde die Freundin des Drogenopfers von der Polizei befragt. Sie gab an, dass ihr Lebensgefährte und sie selbst schon seit 2005 in einem Drogenersatzprogramm seien. Dennoch habe ihr Freund gelegentlich Kokain genommen. Am Montagvormittag sei der 50-Jährige nach Wien gefahren, um dort Drogen zu kaufen.

Als er gegen 21 Uhr nach Parndorf nach Hause kam, sei er sofort ins Wohnzimmer gegangen, habe Kokain in Wasser aufgelöst und sich anschließend in den rechten Arm gespritzt. Die Lebensgefährtin des Toten gab laut Polizei außerdem an, dass sich diesmal mehr Suchtgift in der Spritze befunden habe als „normal“. Kurz nachdem er sich das Kokain gespritzt hatte, fiel der 50-Jährige leblos zu Boden. Seine Lebensgefährtin hat ihm daraufhin Wasser ins Gesicht geschüttet, worauf der Mann aber nicht mehr reagierte. Dann wählte sie den Notruf.