Arbeiter in Windrad im Burgenland abgestürzt: Erhebungen beendet

Erstellt am 26. Januar 2022 | 15:04
Lesezeit: 2 Min
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Symbolbild
Foto: NOEN, BVZ/Müllner
Sicherheitsgurt dürfte aus Führungsschiene gerutscht sein. 28-Jähriger stürzte rund 100 Meter ab und starb.
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Die burgenländische Polizei hat die Erhebungen nach dem tödlichen Arbeitsunfall in einem Windrad im Windpark Potzneusiedl (Bezirk Neusiedl am See) am vergangenen Montag abgeschlossen. Grund für den Absturz eines 28-jährigen Arbeiters dürfte gewesen sein, dass der Gleiter seines Sicherheitsgurts aus der Führungsschiene der Leiter rutschte, als dieser im Zuge der Arbeiten den Halt verlor, teilte die Landespolizeidirektion am Mittwoch mit.

Der Sicherheitsgurt des Mannes sei zwar in der Führungsschiene der Leiter eingehängt gewesen, während ein Eisenelement auf den Betonturm gesetzt wurde, seien die obere und die untere Führungsschiene aber noch nicht miteinander verbunden gewesen. Dadurch sei der Gleiter aus der Führungsschiene gerutscht, woraufhin der 28-Jährige rund 100 Meter abstürzte und ums Leben kam.

Der Mann war beim Bau eines Windrades, das der Windanlagenbauer Enercon derzeit im Auftrag der Energie Burgenland errichtet, im Einsatz. Mit drei Kollegen sei er zum Zeitpunkt des Unfalls damit beschäftigt gewesen, ein vorinstalliertes Eisenelement mit einem Kran auf den Betonturm zu setzen, berichtete die Polizei. Dabei sei der 28-Jährige auf das oberste Element hochgestiegen und habe die Tragseile des Krans abgehängt, wobei es zum Absturz kam. Dass die beiden Elemente noch nicht fertig miteinander verbunden waren, dürfte der Mann laut Polizei gewusst haben.

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