Halloween-Streich auf Kosten des Ortschefs. Haus und Auto von Potzneusiedls Bürgermeister Franz Werdenich wurden in der Halloween-Nacht mit Eiern beworfen.

Von Paul Haider. Erstellt am 07. November 2018 (10:17)
zVg
Ortschef als Zielscheibe. Das Haus von Franz Werdenich wurde mit Eiern beworfen.

Das „Halloween“- Fest in der Nacht vom 31. Oktober haben Unbekannte als Vorwand genützt, um in Potzneusiedl Vandalismus-Akte zu begehen.

Dass unter dem Motto „Süßes, sonst gibt‘s Saures“ zu Halloween gerne Lausbubenstreiche gespielt werden, ist bekannt. Was in der Nacht zum 1. November in Potzneusiedl geschehen ist, finden die Geschädigten aber alles andere als lustig. Unter den Leidtragenden der vermeintlichen Streiche ist auch Potzneusiedls Bürgermeister Franz Werdenich (ÖVP), dessen Haus und Auto mit Eiern beworfen und beschädigt wurden. Des Weiteren wurde der Postkasten des Bauhofes aufgebrochen und ein Verkehrszeichen, sowie ein Spiegel demoliert.

Im BVZ-Gespräch äußert der Bürgermeister seinen Ärger über die Vandalismus-Akte: „Ich als Privatperson und die Gemeinde haben Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Die Eigentümer des Schlosses haben ebenfalls den Schritt gewagt, da ein Wegweiser ausgerissen und in einen fremden Garten geschmissen wurde. Ich habe es selbst nicht gesehen, aber die Leute erzählten mir, dass auch ein zweites Haus mit lediglich einem Ei beschmissen wurde. Dieser erstattete aber keine Anzeige.“

Wie hoch der finanzielle Schaden für Privatpersonen und die Gemeinde Potzneusiedl ausfallen wird, könne derzeit noch nicht beziffert werden, wie Werdenich weiters schildert: „Den Schaden der Gemeinde kann ich nicht schätzen, leider haben wir gegen solche Taten keine Versicherung. Ich als Privatperson warte noch auf die Versicherung. Die Verantwortlichen kommen erst und prüfen den Vorfall. Daher kann ich dazu noch nicht viel sagen. Ich habe natürlich probiert, alles zu säubern, die Flecken auf der Fassade gehen nicht ganz weg.“

Politisch motivierter Vandalismus?

Auf die Frage, ob die Taten politisch motiviert sein könnten, meint der Potzneusiedler Ortschef: „Am nächsten Tag bei der Kranzniederlegung zu Allerheiligen habe ich den Vorfall in meine Rede miteinfließen lassen. Der Vorfall beschäftigt mich natürlich. Es schaut schon so aus, als ob die Vorfälle gegen mich als Bürgermeister und die Gemeindeeinrichtung gerichtet sind. Die Halloween-Nacht als Vorwand zu nehmen, seinen Emotionen freien Lauf zu lassen, finde ich nicht mehr lustig. Wie soll der Frieden von den Großen und Mächtigen erhalten werden, wenn schon in unserer kleinen Gemeinde Hass und Gewaltbereitschaft einen fruchtbaren Nährboden finden?“