Neues Pflegeheim: 60 Betten und 40 Jobs für Zurndorf. Vergangene Woche wurde der Standort des neuen alten Wohn- und Pflegeheimes vorgestellt.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 27. Juni 2019 (05:46)
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Gemeinsames Projekt. Bürgermeister Werner Friedl, Landeshauptmann a.D. Hans Niessl, Soziallandesrat Christian Illedits, Direktor der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft Alfred Kollar und Samariterbund-Präsident Johann Grillenberger bei der Standort-Präsentation in Zurndorf.

Der „Zukunftsplan Pflege“ umfasst 21 Maßnahmen zur Optimierung des Pflege- und Betreuungsangebotes im Burgenland und soll dazu beitragen, die von der großen Mehrheit der älteren Generation gewünschte „Pflege daheim“ zu fördern und den pflegenden Angehörigen den Rücken zu stärken (die BVZ berichtete).

 Spatenstich im Herbst für Pflegeheim

 Wichtigste neue Einrichtung ist das Altenwohn- und Pflegezentrum in Zurndorf. Das Haus wird nahe der B10, der Budapester Straße, im Bereich der Ortseinfahrt errichtet. „Das Heim wird 60 Betten für pflege- und betreuungsbedürftige Personen bieten. Die Bauvorbereitungen für das Altenwohn- und Pflegezentrum passieren 2019, im Herbst 2019 wird der Spatenstich vorgenommen“, erläutert Alfred Kollar, Direktor der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft, die planmäßige Durchführung des Projektes. 2021 soll das Gebäude fertiggestellt und seiner Bestimmung übergeben werden.

„Heute ist ein schöner Tag, denn die Umsetzung des ‚Zukunftsplans Pflege’ schreitet voran. Die Marktgemeinde Zurndorf hat als Standort für ein Altenwohn- und Pflegeheim ideale Voraussetzungen, da sie verkehrstechnisch sehr gut angebunden ist und in räumlicher Nähe zum Krankenhaus Kittsee liegt“, zeigt sich Soziallandesrat Christian Illedits von dem Standort begeistert.

 "Dorfcharakter" im Haus

 Das Haus soll in Wohngruppen mit jeweils zwölf Betten und eigenem Wohnbereich errichtet werden und so einen „Dorfcharakter“ erhalten. Zwölf Plätze des Heims werden so ausgestattet sein, dass diese im Bedarfsfall auch für Menschen mit Behinderung genutzt werden können. Es werden auch mindestens drei Betten so ausgestattet sein, dass diese zur Versorgung von pflegebedürftigen Personen geeignet sind, die beatmet werden müssen.

Mit der Novelle des Burgenländischen Sozialhilfegesetzes werde auch die Anstellungsmöglichkeit von pflegenden Angehörigen geschaffen. Voraussetzung für dieses Anstellungsverhältnis sei die Teilnahme an einem Heimhelferkurs, damit auch die Qualität der Pflege sichergestellt werde, unterstreicht Illedits.

 40 neue Arbeitsplätze

 Der Präsident des Arbeitersamariterbunds Burgenland (ASB) Johann Grillenberger ist von der Zusammenarbeit der Projektpartner Land Burgenland, Gemeinde Zurndorf, Arbeitersamariterbund Burgenland und Oberwarter Siedlungsgenossenschaft begeistert: „Wir, der Samariterbund, werden in alle Planungen eingebunden, durch die Zusammenarbeit aller Akteure verlaufen die Planungen optimal.“

Der ASB betreibe bereits acht Pflegekompetenzzentren im Burgenland, jenes in Zurndorf werde der neunte Standort sein. 40 neue Arbeitsplätze sollen im Rahmen des neuen Altenwohn- und Pflegezentrums entstehen.

Bürgermeister Werner Friedl freut sich über den neuen Standort: „Die Gemeinde ist in der glücklichen Lage, dass nun ein Altenwohn- und Pflegeheim errichtet wird.“ Im Gemeinderat wurden bereits alle notwendigen Beschlüsse gefasst, dass das Heim an diesem Standort errichtet werden kann. Unterstützung für dieses Projekt kam auch von Alt-Landeshauptmann Hans Niessl, betont Friedl.