Bruckneudorf: Fahrplan für den Kirchenbau steht

Neben der ersten Volksschule im Ort wird nun auch ein Gotteshaus errichtet.

Erstellt am 18. November 2021 | 04:59
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Auf diesem Gelände soll bis Ende 2024 die erste katholische Kirche in der Gemeinde eröffnet werden.
Foto: Havelka

Worüber seit Monaten spekuliert wird, ist nun fix: In Bruckneudorf wird eine Katholische Kirche gebaut. Rund 500 Quadratmeter sind auf dem geplanten Hauptplatz zwischen der neuen Volksschule in der ehemaligen k.u.k. Erbsenschälfabrik und den aufgelassenen Getreidesilos der Firma Reindl für den Sakralbau reserviert. Der leitende Baukurator und Diözesankonservator der Diözese Eisenstadt Markus Zechner skizziert auch schon den Fahrplan für das Projekt. Ende November soll die Ausschreibung für einen Gestaltungswettbewerb an eine beschränkte Anzahl ausgesuchter Bauträger und Architekten erfolgen. Bis Ende Februar nächsten Jahres sollen laut Zechner die Projektvorschläge vorliegen. „Die neue Kirche soll jedenfalls ein Akzent im neuen Stadtteil werden“, wünscht sich der Baukurator. 

2022 könnte dann mit den konkreten Planungen begonnen werden und Ende 2024 soll das Gotteshaus dann seine Pforten öffnen. „Schneller geht es sicher nicht“, so Zechner. 

Ein großes Fragezeichen steht freilich noch hinter der Finanzierung des Objektes. Eine Budgetvergabe zum jetzigen Zeitpunkt sei schwierig, da für den Bau von Kirchen kaum Richtwerte vorliegen, wie etwa für Wohnhäuser. Für konkrete Kostenangaben müsse man vorerst die Projektvorschläge abwarten. „Wir müssen aber auf jeden Fall bescheiden bleiben“, gibt Zechner als Richtlinie vor. Wenn ein konkretes Projekt beschlossen ist, werde man damit bei Geldgebern vorstellig werden. Nach Zechners Plan sollen für die Finanzierung „mehrere Partner zusammenhelfen“. Neben der Diözese selbst könnten sich etwa auch das Land, Gemeinde, Sponsoren oder auch Baufirmen, für die der Kirchbau eine seltene Referenz wäre, beteiligen. „Eine Kirche mitzuerrichten wäre tatsächlich eine  durchaus reizvolle Aufgabe“, gestand schon vor Monaten Obmann und Vorstandsmitglied der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) Alfred Kollar.