Ströck-Filiale in Kittseer Ur-Bäckerei

Erstellt am 12. Februar 2022 | 04:29
Lesezeit: 3 Min
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Bereits zu Ostern soll die neue Ströck-Filiale an prominenter Stelle in Kittsee im neuen „alten“ Glanz erstrahlen.
Foto: BVZ
Ehepaar Ströck investiert in die Renovierung der alten Bäckerstube.
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Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren. Bereits zu Ostern soll die umfassende und aufwendige Renovierung des denkmalgeschützten Joseph-Joachim-Hauses in Kittsee abgeschlossen sein. „Es war schon immer mein persönlicher Wunsch, das alte Geschäftslokal wiederherzustellen. Ganz nach dem Motto: Zurück zu den Wurzeln“, offenbart Gerhard Ströck im Gespräch mit der BVZ.

Dort, wo einst der Großvater gewerkt hat, sollen bald wieder feine Ströck-Backwaren verkauft werden. Im Privatauftrag von Gerhard und Gabriele Ströck (Teil der Bäckerfamilie Ströck-Brot GmbH) wird derzeit das Joseph-Joachim-Haus grundsaniert. „Die Wiederherstellung des alten Geschäftslokales ist als Bauteil 1 definiert, als Bauteil 2 ist im Zuge eines Zubaus ein Kulturhaus geplant. Dieses soll Raum für Kunst, Kultur, Musik und vieles mehr bieten - der Zeitplan sieht die Fertigstellung für 2024 vor. Das alles geschieht natürlich nur unter der Voraussetzung der engen kooperativen Abstimmung mit der Behörde sowie in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt“, bekräftigt Ströck.

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Foto: BVZ

Das Joseph-Joachim-Haus, dessen Kern aus dem späten 17. Jahrhundert stammt, beherbergte unter der Leitung der Familie Hüttlinger die erste Bäckerei Kittsees. Die im Jahre 1847 eingewanderte Familie pachtete das Gebäude von der bekannten Familie Esterházy. 1895 wurde Elisabeth Hüttlinger geboren, die Großmutter von Gerhard Ströck. Die beiden Schwestern Auguste und Elisabeth heirateten im Zuge einer Doppelhochzeit die Gebrüder Johann und Franz Ströck. Im Jahr 1970 übersiedelte die Familie nach Wien. Vor ungefähr zwei Jahren - nach langer und aufschlussreicher Ahnenforschung - holten Gerhard und Gabriele Ströck das Haus wieder zurück in den Familienbesitz. „Seitdem sind wir am Pläneschmieden und Renovieren. In dem Haus befinden sich auch noch alte Möbel und Geräte. All das wird seinen Platz in der neuen Filiale finden“, berichtet der Bäckermeister voller Vorfreude.

Das wohl historisch wertvollste Schmuckstück ist jedoch der mächtige, alte Brotbackofen aus Stein, welcher mit Holz beheizt wurde. Dieser wird derzeit - wie auch das gesamte Gebäude - von Grund auf renoviert und instand gesetzt.

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Im Geburtshaus des bekannten Musikers Joseph Joachim war bis 1970 die Ströck-Bäckerstube untergebracht.
Foto: Foto Ströck Brot

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