Basilika Frauenkirchen: Zeitkapsel aus dem Jahr 1905 geöffnet

Erstellt am 14. August 2022 | 06:03
Lesezeit: 3 Min
Bei Restaurierung: Über 100 Jahre lang versiegelte Zeitkapseln wurden geöffnet.
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Der Stadtpfarrer der Frauenkirchener Basilika Thomas Lackner veranlasste vor einiger Zeit Restaurierungsarbeiten an den beiden Türmen des Barockbaus. Als Spezialdachdecker der Firma Janisch aus Stegersbach diese bestiegen, stellten sie Haarrisse an der Stange fest, an welcher die Gloriolen befestigt sind. Diese mussten von beiden Türmen heruntergenommen, restauriert und wieder hinaufgebracht werden.

Dabei wurden auch Zeitkapseln aus dem Jahr 1905 geöffnet. Vor über 100 Jahren haben die Menschen Nachrichten aus ihrer Zeit dort aufbewahrt, damit sie spätere Generationen entdecken können. Alles konnte bisher noch nicht übersetzt werden, da die Texte in Latein und Ungarisch verfasst wurden.

Es befindet sich auch ein Brief von Graf Nikolaus Esterhazy darunter. Zusätzlich fand man ein Bild des damaligen Papstes Pius X. und über 100 Jahre altes Kerzenwachs. 

Pater Thomas möchte es nach Beendigung der Restaurierungsarbeiten wieder ermöglichen, Nachrichten auf diese Weise in die Zukunft zu senden. Ab einer Spende von 100 Euro bleiben Briefe, Gedichte oder Grüße für zukünftige Generationen an der Spitze der Basilika „zwischen Himmel und Erde“ erhalten.

„Messwein für die Kehle, die Basilika für die Seele“

Seit Kurzem steht vor der Frauenkirchener Basilika ein gelber Automat mit der Aufschrift „Messweintankstelle“. Dieser zeigt durch Schaufenster vier verschiedene Weine namhafter Winzer aus der Region. Seine Funktion ist es, den Messwein der Basilika Pilgern und Wallfahrern kosten lassen zu können. Der Automat ist weltweit der erste seiner Art und hat bereits über die Grenzen des Burgenlandes hinaus an Bekanntheit gewonnen.

Über einen Touchscreen kann man sich einen der Weine aussuchen. Für ein Sechzehntel bezahlt man einen Euro. Die Plastikbecher werden gesammelt und wiederverwendet. Bezahlen kann man nur mit Bankomatkarte, da so auch eine Altersüberprüfung stattfindet. Zu den bisherigen Erfahrungswerten mit der Messweintankstelle meint der Franziskanerpater lachend: „Das einzige Problem ist, dass ich nicht mehr mit dem Nachfüllen nachkomme. Aber es soll Schlimmeres geben!“

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