Drei Hauben als Weihnachtsüberraschung. Peter Kroiss kocht im Rosenhof in Illmitz . Der 31-Jährige wird als „Entdeckung des Jahres“ gelobt.

Von Birgit Böhm-Ritter und Paul Haider. Erstellt am 13. Dezember 2020 (04:17)
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Aufsteiger. Peter Kroiss, Koch im Illmitzer „Rosenhof“, schafft es im ersten Anlauf auf drei Hauben im Gault&Millau Guide 2021.
zVg/Kroiss

18 Hauben verzeichnet der neue Restaurantführer Gault&Millau 2021 für das Burgenland. Nicht weniger als zehn davon sind im Neusiedler Bezirk zu finden.

Einer der ganz großen Aufsteiger ist Peter Kroiss aus Illmitz: Der Küchenchef vom „Rosenhof“ schafft es auf Anhieb von null auf drei Hauben. „Es ist auf jeden Fall eine Überraschung und eine sehr unerwartete Auszeichnung“, freut sich Kroiss im Gespräch mit der BVZ.

Der 31-Jährige kocht erst seit Anfang 2019 im Rosenhof. Davor war er bereits in vielen namhaften und internationalen Küchen beschäftigt - unter anderem im „Steirereck“ und im „Waldorf Astoria“ in Amsterdam.

„Regionale Zutaten zu verwenden, ist für mich eine Selbstverständlichkeit."Peter Kroiss

In seiner Heimat setzt Kroiss nun vor allem auf Regionalität: „Regionale Zutaten zu verwenden, ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Ich verarbeite vor allem Wild und Wildgeflügel von unseren Jägern sehr gern. Das Gemüse kaufe ich bei der ‚Grünen Ecke‘ in Illmitz oder bei anderen Bekannten aus dem Seewinkel ein.“

Der „Rosenhof“ ist ein Saisonbetrieb und normalerweise von März bis November geöffnet. Sollten es die Covid-Maßnahmen zulassen, könnte heuer aber auch schon früher aufgesperrt werden, lässt Peter Kroiss anklingen. Im Gourmetführer wird er als „Die (burgenländische) Entdeckung des Jahres“ gefeiert. Die „Kroiss’schen Kochkünste“ werden darin gelobt, sie überzeugten nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch.

Die restlichen sieben Hauben im Bezirk gehen an „alte Bekannte“: Das Restaurant „Zur Blauen Gans“ in Weiden am See wird mit zwei Hauben ausgezeichnet, je eine Haube geht an: „Restaurant am Friedrichshof“ in Zurndorf, „Zum fröhlichen Arbeiter“ in Apetlon, „Zur Dankbarkeit“ in Podersdorf, „Mole West“ in Neusiedl am See und „Vita Tella“ in Pamhagen.

Österreichweit sticht im Gault§Millau 2021 – fast schon selbstverständlich – heimischer Wein besonders hervor. Der Alternative Wein des Jahres 2021 kommt nämlich aus Gols, genauer aus dem Weingut von Heike und Gernot Heinrich und heißt „Weisze Freyheit 2017“. Geerntet in biodynamisch bewirtschafteten Weingärten „nimmt uns die Weisze Freiyheit geschmacklich mit auf einen Spaziergang durch unberührte Natur“, heißt es im Gourmetführer.

Die Cuvée aus Weißburgunder und einer kleinen Spur Muskat Ottonel sei würzig, mineralisch, spannungsreich, höchst bekömmlich und wirke dadurch herrlich animierend.