Noch heuer Lösung für Neusiedler Hallenbad

Das für Spätsommer angekündigte Finanzierungskonzept soll zwar verspätet, aber noch in diesem Jahr präsentiert werden.

Erstellt am 16. Oktober 2021 | 06:03
440_0008_8206488_nsd41bir_hallenbad_neusiedl_10122018_c_.jpg
Seit über eineinhalb Jahren ist das Neusiedler Hallenbad aufgrund baulicher Mängel gesperrt. Sportlandesrat Heinrich Dorner bekräftigte erneut, an dem Standort festhalten und ihn sogar aufwerten zu wollen.
Foto: Böhm-Ritter

Das Hallenbad scheint Sorgenkind für Stadtgemeinde und Land Burgenland zu sein. Das für Spätsommer von Sportlandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) angekündigte Finanzierungskonzept für die Sanierung und Erhaltung des gesperrten Bades ist – mittlerweile Mitte Oktober – immer noch in Bearbeitung.

Auf Nachfrage bei der Gemeinderatssitzung Ende September durch den ÖVP-Gemeinderat und Schwimmtrainer Patrick Oberroither, wie es mit dem Hallenbad und dem Finanzierungskonzept aussehe, war sowohl von Bürgermeisterin Elisabeth Böhm (SPÖ) als auch von Stadtrat und Obmann der Freizeitbetriebe Heinz Zitz (SPÖ) nichts zu erfahren, außer dass das Konzept „im Werden“ sei.

Die Verzögerung befeuert in der Region Gerüchte, das Land Burgenland konzentriere sich auf andere Projekte, wie etwa den Ausbau des Hallenbades in Eisenstadt oder eines neuen Bades in Mattersburg im Rahmen eines Sportzentrums.

Im Büro des Sportlandesrats Heinrich Dorner beruhigt man unterdessen und bekräftigt auf BVZ-Anfrage: „Selbstverständlich wird das Hallenbad Neusiedl auch in Zukunft weiter bestehen. Und nicht nur das: Der Standort wird sogar noch aufgewertet.“

In den vergangenen Monaten ist die burgenländische Sportstrategie erarbeitet worden. In dieser nimmt die Sportstätteninfrastruktur einen zentralen Stellenwert ein – und hier auch die Hallenbäder. „Was die Hallenbäder im Detail betrifft: Hier wird ein größeres Paket geschnürt, mit dem die bestehenden Standorte nachhaltig abgesichert werden und zum Teil auch noch an Bedeutung gewinnen“, teilt ein Sprecher des Landesrates mit.

Konzeptpräsentation noch in diesem Jahr

Was die Finanzierung der Sanierung betrifft, weist man im Büro Dorner auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes hin: Das Hallenbad unter Denkmalschutz zu stellen, habe die Parameter deutlich verändert. Im Klartext heißt das so viel wie: Die Sanierung ist komplexer, langwieriger und teurer geworden.

Berechnungsmodelle werden jedenfalls für verschiedene Varianten erstellt. Immer wieder weist man im Büro des Sportlandesrates auf die „Größe des Projektes“ hin, ohne diese genauer zu erklären. Nur soviel: „Ein Projekt dieser Dimension muss professionell aufgestellt werden – hier muss man sich die notwendige Zeit für die Planung nehmen“. Man sei allerdings „in der finalen Phase“. Bundesförderungen würden parallel noch abgeklärt werden. Eine Konzeptpräsentation soll es noch heuer geben.