Vierlinge im Schafstall in Tadten

Erstellt am 03. Februar 2022 | 06:01
Lesezeit: 3 Min
Schafbauer Wolfgang Hautzinger freut sich über ein Ereignis mit Seltenheitswert.
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Bei der Bio-Schafzucht Hautzinger ist die Freude groß. Es ist nämlich eine außergewöhnliche Seltenheit, dass ein Mutterschaf nicht bloß zwei oder drei Lämmer bekommt, sondern gleich vier.

So etwas kommt laut Wolfgang Hautzinger nämlich vielleicht alle drei Jahre vor - und bringt ihn dazu, selbst manchmal die Schafsmutter zu spielen: „Da die Mutter nur zwei Zitzen hat, aus denen die Jungtiere trinken können, müssen wir hier manchmal mit der Milch einer anderen Mutter mit nur einem Lamm aus der Flasche nachhelfen, damit keines der Lämmer zu kurz kommt“, so der passionierte Schafbauer Wolfgang Hautzinger. Seit nunmehr 39 Jahren betreibt er mit seiner Frau Christa, seinen beiden Söhnen Jonas und Jakob und nunmehr fünf Mitarbeitern seine Bio-Schafzucht.

„Mit 20. Jänner ist unsere Winterruhe vorbei“

„Mit 20. Jänner ist unsere Winterruhe vorbei“, lacht Hautzinger. Das ist in seinem Betrieb nämlich zumeist der Stichtag, an dem „seine Damen“, wie er seine Mutterschafe liebevoll nennt, anfangen, ihre Lämmer zu gebären. Von diesem Tag bis Ende März finden dann bis zu 95 Prozent aller Geburten im Betrieb statt - eine Zeit ohne Tag, ohne Nacht, ohne Wochenende und ohne Feiertage, wie Hautzinger meint.

„Aber es macht natürlich auch Spaß und man lernt immer dazu, aber gerade in dieser Zeit muss man natürlich darauf achten, dass einem das nicht über den Kopf wächst.“ So ist es etwa auch schon passiert, dass zehn Geburten innerhalb von zwei Stunden stattfanden. Der Betrieb bietet eine Vielzahl an Produkten, die natürlich alle von seinen Schafen gewonnen werden. Also Milch, Joghurt, Käse, Camembert, Würste, Aufstriche - und auch die bei der Pflege gewonnene Wolle wird verarbeitet.

Diese wird zu etwa 30 Prozent zu Steppdecken, Handschuhen und Socken verarbeitet. Der Rest geht an Weinbauern und die Forstwirtschaft. Diese Sparten haben Interesse an der Wolle, weil sie einerseits hervorragend als Dünger verwendbar ist, andererseits auch weil der Geruch, wenn die Wolle etwa an Weinstöcken platziert wird, Wild abhält. Die Produkte können im hauseigenen Bio-Hofladen am Jägerweg 15 in Tadten oder bei diversen Vertriebspartnern erworben werden.

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