Gattendorfer Volksschüler als kleine „Astronauten“. Die dritte Klasse der Volksschule Gattendorf nimmt an der „Mission X“, einem „Astronautentraining“ für Schulkinder teil.

Von Paul Haider. Erstellt am 12. Februar 2017 (06:18)
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Clever. Die Gattendorfer Schulkinder haben im Zuge der „Mission X“ eigene Raumschiffe gebaut.
zVg/Jurkovich

In der Gattendorfer Volksschule steht derzeit Astronautentraining auf dem Lehrplan. Die dritte Klasse nimmt nämlich an der „Mission X“ teil, dabei handelt es sich um einen internationalen Schul-Wettkampf, der unter anderem von den Raumfahrtbehörden NASA und ESA unterstützt wird.

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Top-motiviert. Körperliche Aktivitäten, Ernährung und Fitness sind Schwerpunkte des Schulbewerbs.
BVZ

Die jungen Gattendorfer sind eine von 33 Schulklassen in Österreich, die sich an der „Mission X“ beteiligen. Die Lehrerin der Klasse Ursula Jurkovich erzählt im BVZ-Gespräch, wie es dazu kam: „Eine ganz entzückende Kollegin hat mir gesagt, da gibt‘s was, das würde perfekt zu dir passen. Dann habe ich mich erkundigt und festgestellt, dass die Schwerpunkte Fitness, Ernährung und Wissenschaft wirklich super zu uns passen. Weil wir eine Ökolog-Schule sind, sind diese Themen sowieso sehr wichtig.“

Jetzt haben die kleinen Gattendorfer „Astronauten“ bis zum 27. April Zeit, 19 Missionen zu absolvieren. 14 davon sind körperliche Aktivitäten. „Diese Missionen haben klingende Namen wie zum Beispiel ‚Rückkehr zur Basisstation‘, wo 1.600 Meter gelaufen werden müssen“, erklärt Ursula Jurkovich.

Andere Stationen wiederum widmen sich dem Thema Ernährung im Weltraum, wo etwa ein Fünf-Tages-Menü für Astronauten zusammengestellt werden soll.

„Projekt schweißt extrem zusammen“

Auf den Zusammenhalt in der Klassengemeinschaft habe sich die „Mission X“ bereits positiv ausgewirkt, weiß die Lehrerin zu berichten: „Dieses Projekt schweißt extrem zusammen! Die Motivation ist riesig, weil auch das schwächste Glied mitgenommen werden muss. Es ist sehr wichtig, dass alles als Team bewältigt wird.“

Eine weitere Voraussetzung der „Mission X“ ist, dass alle Tätigkeiten dokumentiert werden. Ein Mal pro Woche wird auf der Internetseite www.trainlikeanastronaut.org ein Bericht von der Gattendorfer „Snoopies Crew“ veröffentlicht. Diesen Namen haben sich die Schüler ausgesucht, weil auch der Schulhund an dem Projekt beteiligt ist.

Wenn alle 19 Stationen der „Mission X“ beendet sind, darf die „Snoopies Crew“ auch an der Abschlussveranstaltung am 3. Mai im Linzer Ars Electronica Center teilnehmen.