DJ „Minerro“ aus Parndorf auf Erfolgswelle. Der 20-jährige Zivildiener Markus Huszar aus Parndorf macht sich gerade einen Namen als Musikproduzent und DJ. Auf Spotify hat er schon über 80.000 Hörer.

Von Paul Haider. Erstellt am 14. Juni 2020 (05:54)
„House“-gemacht. Die Musik von Markus Huszar alias „Minerro“ entsteht komplett am PC. In einem Musikprogramm baut er, basierend auf Keyboard-Melodien oder Gesangs-Parts, seine Songs auf. Im Internet ist er damit aktuell sehr erfolgreich. Foto: zVg/Minerro
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Markus Huszar scheint auf den ersten Blick ein ganz normaler junger Mann zu sein: Der 20-jährige Parndorfer hat vor Kurzem seinen Schulabschluss gemacht und leistet jetzt Zivildienst beim Behinderten-Förderungsverein Neusiedl am See.

Markus Huszar alias „Minerro“. Fotos: zVg/Minerro
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In seiner Freizeit ist er aber auch eines der vielversprechendsten musikalischen Talente, die das Burgenland zur Zeit zu bieten hat. Markus Huszars Musik, die er unter dem Pseudonym „Minerro“ produziert, wird dieser Tage tausendfach, überall auf der Welt, über verschiedene Streaming-Portale gehört.

In seinem ersten Interview überhaupt gibt der talentierte Parndorfer der BVZ einen Einblick in seinen Werdegang und verrät, wie es zu dem plötzlichen Erfolg gekommen ist.

„Bis vor drei Jahren habe ich überhaupt keine Musik gemacht.“Markus Huszar macht es vor: Im Elektro-Genre kann es mit dem Erfolg schnell gehen

Als Musiker ist er nämlich noch gar nicht lange aktiv: „Bis vor drei Jahren habe ich überhaupt keine Musik gemacht, bis mich ein Freund auf ein Musikprogramm aufmerksam gemacht hat. Das habe ich ausprobiert und es hat mir Spaß gemacht. Dann habe ich angefangen, meine ersten Lieder zu produzieren, und ein Jahr später habe ich in Wien die Ausbildung zum Audio Engineer gemacht“, erzählt Markus.

Für seine Musik braucht „Minerro“ keine herkömmlichen Instrumente – seine Lieder entstehen fast vollständig am Computer: „Ich mache alles eigenständig auf dem PC, bis auf den Gesang, da arbeite ich mit verschiedenen Sängern zusammen. Stilistisch mache ich ‚Slap House‘, das ist ein kleineres Genre im House-Elektro Bereich, das momentan ziemlich im Kommen ist“, erklärt der junge Parndorfer.

Mit der Veröffentlichung seiner Single „All Night“ am 15. Mai ist Markus Huszar der erste große Wurf gelungen. Innerhalb von nur 24 Stunden wurde der Song 10.000 Mal angehört.

Anfang dieser Woche zählte „All Night“ bereits über 160.000 Aufrufe auf der Streaming-Plattform Spotify. Wie Markus verrät, waren für diesen Erfolg mehrere Faktoren ausschlaggebend: „In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich immer wieder in Kooperation mit kleineren Plattenfirmen Lieder hochgeladen, die Aufrufzahlen waren aber nicht nennenswert.

Vor ein paar Monaten hat aber eine große Plattenfirma den Kontakt mit mir aufgenommen, die mir eine größere Reichweite ermöglicht. Dadurch wird das Lied vielen Leuten vorgeschlagen und Firmen geben es in ihre Playlists. Der Song wurde auch schon von mehreren bekannten Künstlern gespielt“, freut sich Markus.

Sein nächstes Ass hat der Parndorfer DJ übrigens auch schon im Ärmel: Am 16. Juli erscheint sein nächster Song namens „Never Letting Go“.

Viele Fans in den USA und Südamerika

Mit der Unterstützung der Plattenfirma im Rücken kann „Minerro“ jetzt international reüssieren: Wie ein Blick auf seine Spotify-Statistik zeigt, sind die meisten seiner Hörer in US-amerikanischen Großstädten wie Los Angeles, New York und Buffalo zuhause. Auch in Brasilien und Mexiko wird die Musik des jungen Parndorfers gerne gehört.

Trotz dieser beachtenswerten Erfolge und seiner internationalen Reichweite ist die Musik für Markus Huszar finanziell noch nicht besonders gewinnbringend.

Aber was nicht ist, kann ja noch werden, gibt der 20-Jährige zum Abschluss seines ersten Zeitungsinterviews einen Ausblick auf seine Pläne und Hoffnungen für die Zukunft: „Bis jetzt verdiene ich nicht wirklich Geld mit der Musik, die Streams haben erst ein paar Euro gebracht. Mein Hauptziel ist es, als Künstler erfolgreich zu werden, und dass so viele Leute wie möglich meine Musik hören. Als Plan B kann ich mir vorstellen, in einem Tonstudio in der Filmvertonung oder beim TV zu arbeiten.“