Bademeister Harald Moser: Ein Golser Held des Alltags

Der Golser sorgt im Freibad „Aqua Splash“ schon ein viertel Jahrhundert für die Sicherheit der Badegäste.

Erstellt am 17. Mai 2019 | 05:22
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Die beiden Bademeister Harald Moser und Bernd Steiner sowie Kassierin Erna Peck sind verantwortlich, dass tausende Gäste jedes Jahr schöne Stunden im Golser Freibad erleben dürfen.
Foto: Birgit Böhm-Ritter

Auch wenn es die Temperaturen momentan kaum vermuten lassen: Die Badesaison hat begonnen. Das Golser Freibad „Aqua Splash“ feierte die Saisoneröffnung vergangene Woche mit einem Fest zum 25. Geburtstag.

Einer, der das Bad wie seine Westentasche kennt, ist Bademeister Harald Moser. Seinen Job übt er bereits solange aus wie es das „Aqua Splash“ gibt. Seit 25 Jahren ist er die „gute Seele“ im Golser Freibad.

„Begonnen hat alles mit dem Spatenstich im Jänner 1994“, erzählt er. Damals habe ihn der Bürgermeister Hofrat Matthias Achs gefragt, ob er die Stelle als Bademeister annehmen möchte.

Nach einer Ausbildung über die Wintermonate trat Moser seinen neuen Job mit der Eröffnung des Bades bereits wenige Monate später an. „Wir haben am 10. Juli 1994 eröffnet und es war gleich ein sehr heißer Tag mit 35 Grad“, erinnert sich Moser. „Es sind gleich 1000 Leute gekommen. Der nächste Tag war noch heißer, da waren es schon 1500 Besucher.“

Dreifacher Lebensretter

So gut das Bad gleich anfangs von der Bevölkerung angenommen worden ist, so hat es in den vergangenen Jahrzehnten an Beliebtheit nichts eingebüßt. 800.000 Besucher zählte man im „Aqua Splash“ seit seiner Eröffnung. In einer durchschnittlichen Saison kommen 35.000 bis 40.000 Gäste. „Die meisten Besucher kommen aus der Region, aber immer mehr Stammgäste kommen aus Wien, der Slowakei oder Ungarn“, erzählt Moser. Sie würden das „kleine, aber feine Bad“ zu den schönsten Bädern Österreichs zählen.

So gern Moser seine Arbeit als Bademeister macht, weiß er aber auch, dass eine große Verantwortung auf ihn lastet. Wenn an Spitzentagen 1500 Leute im Bad sind, sei die Anspannung groß, schließlich sei der Bademeister für deren Sicherheit verantwortlich. „Ich beobachte ständig das Becken, sobald sich ein Badegast im Wasser befindet“, betont Moser. Immer wieder passieren kleine Unfälle, etwa Schnittwunden oder Wespenstiche, „nichts tragisches“.

Drei Mal in seiner Laufbahn wurde es aber doch ernst. „Da musste ich lebensrettende Maßnahmen treffen. Die Badegäste hatten ihr Bewusstsein verloren.“