Grüne fordern Bahnstation für Outlet Center Parndorf

Erstellt am 27. Januar 2022 | 05:51
Lesezeit: 3 Min
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Forderung. Statt mit dem Auto sollen die Shopping-Kunden künftig auch mit der Bahn in die Parndorfer Einkaufszentren gelangen.
Foto: BVZ
Um Klimaneutralität zu erreichen, soll Shopping-Verkehr auf die Schiene verlagert werden.
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Rund sechs Millionen Kunden darf das Designer Outlet Center in einem – pandemiefreien – Jahr begrüßen. Die meisten davon reisen mit dem Auto an, weil es – obwohl die Bahn daran vorbeifährt – keine Station beim Outletcenter gibt.

Die Grünen Burgenland orten hier im Angebot des öffentlichen Verkehrs Verbesserungspotenzial: „Durch die Einführung des Klimatickets sowie die geplante Errichtung der Flughafenspange zwischen dem Flughafen Wien und Bruck/Leitha samt der direkten Anbindung an Wien-Mitte ist damit zu rechnen, dass die Kundinnen und Kunden des Outlet-Centers in Zukunft vermehrt öffentlich anreisen wollen“, begründet die GRÜNE Klubobfrau Regina Petrik in einer Aussendung. Sie fordert die Errichtung einer Haltestelle „Parndorf Outlet Center“ und schlägt auch gleich einen möglichen Platz dafür vor: Eine Bahnstation direkt am „Frunpark“ neben der A4 am Rande des Haniftals wäre eine Maßnahme, um Besucher des Einkaufszentrums dazu zu bringen, statt mit dem Auto mit der Bahn anzureisen.

Die GRÜNE-Gemeinderätin Christa Wendelin aus Parndorf sieht in einer eigenen Bahnstation auch Vorteile für die Anwohner: „Wir haben in Parndorf sehr viel Durchzugsverkehr aus der Slowakei, die sich die Autobahngebühr sparen wollen. Wenn wir hier ein Öffi-Angebot schaffen, geben wir den Menschen eine Alternative zum Auto und uns ParndorferInnen bessere Luft und weniger Lärm“, ist Wendelin überzeugt.

Für die GRÜNEN müsste eine zusätzliche Haltestelle Teil eines größeren Ausbaus sein und in die Weiterentwicklung des Gesamtkonzepts für das Zielnetz 2040 einbezogen werden. „Die Landesregierung soll daher in Kontakt mit dem Verkehrsministerium treten und sich für eine Station beim Outlet-Center einsetzen. Wenn es nicht gelingt, den Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, rückt eine mögliche Klimaneutralität in weite Ferne“, so Petrik. Die GRÜNEN wollen dazu einen Antrag im Landtag einbringen.

Positive Signal aus der Landesregierung

Bei Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) dürfte man jedenfalls offene Türen eintreten. Auf BVZ-Anfrage heißt es aus dem Büro Dorners: „Wir stehen dieser Idee grundsätzlich positiv gegenüber und sind diesbezüglich auch bereits an die ÖBB herangetreten. Aus unserer Sicht sollte eine Lösung machbar sein, die auch im Einklang mit den Fahrplänen ist.“ Wichtig sei aber, dass eine neue Haltestelle nicht auf Kosten bestehender Stationen errichtet werde.

Für Wiener Gäste gibt es seit 14 Jahren die Möglichkeit, mit dem öffentlichen Shuttlebus anzureisen. Das Angebot habe sich von Beginn an sehr gut entwickelt und sei heute nicht mehr wegzudenken, berichtet General Manager Mario Schwann. Nach einer coronabedingten Pause wurde der Shuttlebus wieder eingeführt. Er fährt seit einiger Zeit wieder jeden Freitag und Samstag. Während der Final Sale Week ab 7. Februar ist er sogar täglich im Einsatz. „Und auch das Interesse nach einer direkten Zugverbindung ist auf jeden Fall gegeben. Eine weitere öffentliche Anreisemöglichkeit würde unseren Ansatz, unseren Kundinnen und Kunden den besten Service zu bieten, noch einmal stark unterstützen“, betont Schwann.

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