Was Wassersportler am Neusiedler See beachten müssen. Johann Tschürtz macht auf die Verordnung des Mitführens eines optischen Notsignalgebers aufmerksam.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 18. Juli 2019 (05:20)
Landesmedienservice Burgenland
Stefan Ferschich (Österr. Wasserrettung), Harald Freiler (Feuerwehr Rust Wasserdienst), Günter Kreuzer (Landessegelverband Burgenland), Reinhard Steiner (Abteilungsinspektor, Polizei), Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz, Christian Spuller (Landessicherheitszentrale), Conrad Dieter (Yacht-Club Rust) und Gerold Stagl (Bürgermeister Rust). Foto: Landesmedienservice Burgenland

„Rechtzeitig gesehen zu werden, rettet Leben“, betonte Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz bei der Präsentation der Aktion „Sicher am Neusiedler See unterwegs!“

Es gilt zwar seit mehr als 20 Jahren eine Verordnung, die besagt, der Betrieb von Sportfahrzeugen und Segelbrettern ist am Neusiedler See nur erlaubt, wenn optische Notsignalgeber oder Notblitzleuchten mitgeführt werden, dennoch halten sich viele Wassersportler nicht daran, wie Rettungsorganisation bei ihren Einsätzen am See feststellen mussten.

Deshalb hat Landeshauptmann-Stellvertreter Hans Tschürtz die Aktion gestartet, um auf diese Verordnung neuerlich aufmerksam zu machen und besonders die Sinnhaftigkeit dieser Signalleuchten in Erinnerung zu rufen.

Im Notfall zählt jede Minute

Obwohl der Neusiedler See „nur“ eine durchschnittliche Wassertiefe von etwa 1,2 Meter hat, birgt er bei Sturm und Unwettern erhebliche Gefahren. Überraschend einsetzende Starkwinde führen immer wieder zu hohem Wellengang, Wassersportler könnten dabei die Kontrolle über ihr Gerät verlieren und abgetrieben werden.

„Bei der Rettung am Wasser zählt jede Minute“, sagte der Leiter der Landessicherheitszentrale Christian Spuller. Vielfach sei es für die Einsatzkräfte schwierig, in Notsituationen geratenen Boote und Surfer am Neusiedler See auszumachen und oftmals würden Segler oder Surfer ihren Standort den Einsatzkräften nicht richtig mitteilen können.

Die Landessicherheitszentrale hat bei Einsätzen am Neusiedler See die Rettungsorganisation zu koordinieren. Dies falle schwer, wenn der Standort der in Seenot geratenen Segler und Surfer nicht bekannt sei, so Spuler.