Andauer Winzerbetrieb „Zantho“ baut aus

Der Andauer Winzerbetrieb investiert 2,8 Millionen in den Bau eines weiteren Betriebsgebäudes.

Birgit Böhm-Ritter
Birgit Böhm-Ritter Erstellt am 11. Juni 2020 | 06:12
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Andau „Zantho“ baut aus
Spatenstich zum Neubau. Bürgermeister Andreas Peck, Obmann-Stv. Herbert Engl, Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer Nikolaus Berlakovich, Winzer Josef Umathum, Landesrätin Astrid Eisenkopf sowie ZANTHO Geschäftsführer Thomas Gratzer und Eigentümervertreter Obmann Franz Sattler.
Foto: BVZ

Die international bekannte Weinlinie von ZANTHO trotzt der aktuellen Krise: Der Andauer Winzerbetrieb investiert 2,8 Millionen Euro in die Errichtung eines modernen Betriebsgebäudes und setzt einen wertvollen Beitrag in der Region.

Anzeige
Andau „Zantho“ baut aus
Der Neubau, gegenüber des bestehenden „Zantho“-Gebäudes, wurde energieautark und klimaschonend geplant.  Foto: Promintzer + Pasek Architektur
Promintzer + Pasek Architektur

Die ausgezeichnete wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und die gesteigerte Nachfrage haben den Betrieb kontinuierlich wachsen lassen.

Lager und Verkostungsraum

Gegenüber des bestehenden Betriebsgebäudes wird auf einer knapp 1.600 Quadratmeter großen Fläche ein weiteres Gebäude entstehen, welches von dem renommierten Wiener Architekturbüro Promintzer + Pasek Architektur geplant wurde.

Es vereint Verkostungsräumlichkeiten mit einem für Besucher einsehbaren und begehbaren Barrique- und Holzfassreifekeller für mehr als 500 Fässer und einem direkt dahinter liegenden Lagerbereich für mehr als 1.000 Palettenstellplätze. Abfüllung und Expedit der Qualitätsweine sind ebenfalls in dem Gebäude untergebracht und können so effizient und unter einem Dach erfolgen.

Mehr als 100 regionale Arbeitsplätze

Durch das Bauprojekt, für dessen Realisierung vornehmlich lokale Baufirmen beauftragt wurden, werden auch mehr als 100 regionale Arbeitsplätze durch die Traubenproduzenten nachhaltig abgesichert. Diese setzen sich aus meist kleinen Familienbetrieben zusammen, bei denen noch viele Arbeitsstunden in mühevoller Handarbeit geleistet werden.

Im Rahmen des Spatenstichs lobte Landesrätin Astrid Eisenkopf (SPÖ) den Betrieb als „eine der letzten großen Festungen für kleine Familienbetriebe“. Gerade in Krisenzeiten komme solchen Betrieben eine noch wichtigere Bedeutung zu.

Auch der Präsident der Landwirtschaftskammer Nikolaus Berlakovich (ÖVP) erkennt in der Investition ein „sehr positives Signal in einer schwierigen Lage“. Er hob darüber hinaus den Umwelt- und Klimagedanken in der Planung des „ressourcenschonenden und energieautarken“ Bauprojektes hervor.

Energieautark mit Photovoltaik

Das Dach des neuen Betriebes wird mit einer hocheffizienten Photovoltaik-Anlage ausgestattet und kann so jährlich rund 50.000 Kilowattstunden an Energie produzieren.

Der Betrieb ist somit energieautark und kann auch Strom in das regionale Energienetz einspeisen. Die Klimatisierung der Lager- und Reiferäumlichkeiten erfolgt über moderne und ökologische Luftwärmepumpen.